05.08.2016, 09:35 Uhr

Verkehrsunfälle in der Steiermark verursachten im Vorjahr Kosten von rund 830 Millionen Euro

(Foto: BilderBox)

Der VCÖ tritt für die Ausweitung des Vormerksystems um Handy am Steuer und Schnellfahren ein. Zudem ist mit dem Ausbau des öffentlichen Verkehrsnetzes und der Rad-Infrastruktur die Verkehrssicherheit zu erhöhen.

Eine aktuelle VCÖ-Analyse zeigt, dass die Verkehrsunfälle in der Steiermark im Vorjahr Gesamtkosten von rund 830 Millionen Euro verursachten. Darin enthalten sind beispielsweise medizinische Behandlungskosten, Kosten für Arbeitskräfteausfall, Kosten für die Einsatzkräfte und Sachschäden.

"Verkehrsunfälle verursachen viel Leid und große Schmerzen. Sie verursachen zudem für die Gesellschaft sehr hohe Kosten", stellt VCÖ-Experte Markus Gansterer fest. Eine aktuelle Analyse zeigt, dass allein die Verkehrsunfälle in der Steiermark im Vorjahr einen Schaden von rund 830 Millionen Euro verursachten.
Im Vorjahr starben in der Steiermark bei Verkehrsunfällen 77 Menschen, 1.145 Personen wurden schwer verletzt und 6.025 leicht verletzt. Wenn Arbeitskräfte wegen eines Verkehrsunfalls für einige Zeit ausfallen, dann ist das für kleinere Betriebe ein großes Problem.

Sicherer Arbeitsweg

Zunehmend mehr Betriebe haben ein Mobilitätsmanagement eingeführt und tragen damit zu mehr Verkehrssicherheit ihrer Beschäftigten bei. So können Betriebe den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ein Jobticket für den Öffentlichen Verkehr zwischen Wohnung und Arbeitsplatz - steuerfrei - zur Verfügung stellen.
Der VCÖ weist darauf hin, dass mit Bahn und Bus das Unfallrisiko deutlich geringer ist als mit dem Pkw.
"Zusätzliche Bahn- und Busverbindungen sowie der Ausbau des öffentlichen Verkehrsnetzes macht die Mobilität nicht nur umweltfreundlicher, sondern erhöht auch wesentlich die Verkehrssicherheit", so VCÖ-Experte Gansterer.
Angesichts der flexibler werdenden Arbeitszeiten und der Zunahme von Teilzeitjobs ist es wichtig, dass es, auch außerhalb der klassischen Pendlerzeiten, häufigere Bahn- und Busverbindungen gibt.

Öffis und Radwege ausbauen

Damit Gemeinden ihren Bürgerinnen und Bürgern verstärkt Orts- und Nachtbusse anbieten können, soll ein Teil der Einnahmen aus Verkehrsstrafen für diese Projekte zweckgewidmet werden, fordert der VCÖ. Wesentlich für mehr Verkehrssicherheit ist auch der Ausbau der Rad-Infrastruktur, damit mehr Personen mit dem Rad beispielsweise zum nächsten Bahnhof oder in den nächsten Ort fahren können. Zudem tritt der VCÖ für verstärkte Maßnahmen gegen die Hauptunfallursachen, Schnellfahren und mangelnde Aufmerksamkeit und Ablenkung, ein. Schnellfahren und Handy am Steuer sollen ins Vormerksystem aufgenommen werden.
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