29.11.2016, 08:26 Uhr

Liezener ist der König der Lüfte

Alexander Robé ist 461 Kilometer weit mit seinem Gleitschirm geflogen. Das ist ein neuer österreichischer Rekord. (Foto: Robé)

Der Liezener Alexander Robé hat einen neuen österreichischen Rekord im Gleitschirmfliegen aufgestellt.

Dass sich der Liezener #+Alexander Robé gut auf lange Flüge in den Bergen einstellen kann, konnte der 41-jährige Prozessmanager spätestens mit seinem Weltmeistertitel 2015 unter Beweis stellen. Nun begab sich der begeisterte Streckenflieger nach Brasilien, um sich auch an der Flachlandfliegerei zu versuchen.
Dies ist insofern eine große Umstellung, als die gewohnten Thermik-Entstehungsmuster im Flachland schlichtweg nicht vorhanden sind. „Anfangs klammerte ich mich förmlich an den Gedanken, dass ich nur bei Bergen und Hügeln zuverlässig Thermik finde. Ein Konzept, das mich die ersten Tag nur vorzeitig auf den Boden holte“, sagte Robé.
Doch er gab nicht auf und bereits nach einer Woche gelang ihm der erste Flug über 350 Kilometer. Der Bann war gebrochen. Robé war in der Lage, sich immer besser auf die Flachland-Gegebenheiten einzustellen und konnte an den letzten Tagen seines zweiwöchigen Aufenthalts gleich zweimal über 450 Kilometer fliegen.

Rang Vier in Weltrangliste
Der weiteste Flug trug ihn hierbei an einen Landepunkt 461 Kilometer entfernt von seinem Startplatz in Quixadá. Dies bedeutet neuen österreichischen Streckenflug-Rekord im Gleitschirmfliegen, denn er konnte mit dieser Leistung die bisherige Bestmarke des Steirers Bernhard Peßl von 377 Kilometern um deutliche 84 Kilometer verbessern.
Die ein Jahr dauernde Streckenflug-Saison hat mit Oktober neu begonnen. Derzeit liegt der Diplomingenieur mit seinen Flachlandleistungen auf Platz Vier der Weltrangliste. Eine gute Ausgangslage, auch heuer wieder den Sprung auf das Podium zu schaffen, denn: „Die Alpensaison geht bei uns ja erst im Frühjahr los – und da bewege ich mich wieder auf gewohnterem Terrain“, gibt sich Robé zuversichtlich.
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