06.06.2017, 17:30 Uhr

"Wir können es mit jedem aufnehmen"

Unter Geschäftsführer Georg Bliem konnten die Planai-Hochwurzen-Bahnen den Umsatz seit 2011/12 um 38 Prozent steigern.

Planai-Geschäftsführer Georg Bliem gewährt Einblicke in das größte Unternehmen im oberen Ennstal.

"Business-Talk", so nennt sich unsere neue Serie. Alle zwei Wochen stellen wir eines der zehn größten Unternehmen im Bezirk vor. Dabei sprechen wir mit Geschäftsführern oder Vorstandsvorsitzenden unter anderem über Philosophie, Erfolg oder Bedeutung für den Standort. Den Beginn machen die Planai-Hochwurzen-Bahnen. Wir haben Geschäftsführer Georg Bliem in Schladming getroffen.

Wie fällt bei den Planai-Hochwurzen-Bahnen das Fazit zur Wintersaison aus?
Georg Bliem: Die Ausgangslange war sehr gut. Da wir von Mitte November bis Ende April geöffnet hatten, war es die längste Skisaison aller Zeiten. Insgesamt konnten wir ein Umsatzplus von sieben Prozent verzeichnen. Wir haben in den letzten Jahren kräftig investiert und daher den Umsatz deutlich gesteigert. Wir sind mittlerweile das am stärksten wachsende Bergbahnunternehmen.

Sind Neuerungen geplant?
Auf der Hochwurzen entstehen eine Schneeanlage und ein Speicherteich. Dafür fallen Kosten von sechs Millionen Euro an. Wir können dann Punktbeschneiungen auch auf der Rodelbahn durchführen. Die Fertigstellung ist für Oktober geplant. Im Bereich der Märchenwiesebahn soll 2018 das Kinderareal ausgebaut werden.

Steht die Planai schon auf einer Stufe mit Kitzbühel?
Wir gehören zu den fünf größten Seilbahnunternhemen Österreichs. Da brauchen wir uns vor niemandem verstecken, wir können es mit jedem aufnehmen. Der Name Schladming zählt im Alpenraum zu den fünf stärksten Marken. Wir sind stolz darauf, wir wollen uns auf diese Marke fokussieren.

Was erwartet die Besucher im Sommer?
Wir haben viel für Familien investiert. Das Hopsi-Kinderland ist sicher eine Erfolgsgeschichte, wir konnten alleine deswegen 800 Fahrten täglich verbuchen. Es kommen im Sommer aber nicht nur Urlauber, auch viele Einheimische nutzen unsere Angebote auf der Planai, am Dachstein oder am "Wilden Berg" in Mautern. Ganz wichtig ist uns, dass wir das Angebot jedes Jahr aktualisieren - wir wollen keinen Stillstand. Die meisten Ideen kommen aus dem eigenen Haus. Die Kartstrecke im WM-Park oder das Hopsiland zum Beispiel sind Ideen unserer Mitarbeiter.

Hat die Ski-WM 2013 die Planai auf das nächste Level gebracht?
Sie ist ein Turbo für die Region, besitzt nach wie vor Strahlkraft und zieht noch immer Gäste an. Die WM war absolut wichtig und fand zum richtigen Zeitpunkt statt.

Wie können als Bergbahnunternehmen 230 Mitarbeiter ganzjährig beschäftigt werden?
Dazu muss ich sagen, dass sich der Sommer überdurchschnittlich entwickelt hat. Mit diesen Gästezahlen haben wir nicht gerechnet. Bei einer Umfrage haben 95 Prozent der Mitarbeiter angegeben, dass sie sehr zufrieden sind. Das ist extreme Qualität für einen Arbeitsplatz. Außerdem kann sich jeder ständig weiterentwickeln. Mit 28 Prozent haben wir den höchsten Frauenanteil bei den Bergbahnen im Alpenraum und genau das kommt auch bei den Gästen gut an.

Es gibt ein eigenes Schulungsprogramm für Mitarbeiter. Wie läuft dieses ab?
Die "Planai Academy" gibt es schon länger. Wir haben eigene Kurse für alle Mitarbeiter in allen Bereichen, die meisten sind sehr fachspezifisch. Daneben besuchen alle Mitarbeiter auch allgemeine Kurse.
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