Corona-Virus: Flut an Veranstaltungsabsagen im Bezirk Lilienfeld

BEZIRK LILIENFELD. Die Bundesregierung schränkt das öffentliche Leben ein, zahlreiche Veranstaltungen wurden bis Anfang April abgesagt. Veranstaltungen ab 100 Teilnehmer (indoor) und 500 (outdoor), müssen abgesagt werden. Das betrifft nicht nur beispielsweise die österreichische Fußball-Bundesliga, sondern auch Veranstaltungen im Bezirk Lilienfeld massiv.
In der Gemeinde Traisen wurden vorerst alle Veranstaltungen, vom Kabarettabend im Volksheim mit Stefan Otto bis hin zum Frauensachenflohmarkt gestrichen. "Es ist leider so und wir können uns über die Vorgabe der Regierung nicht hinwegsetzen. Als Ersatztermin für den Frauensachenflohmarkt ist der 2. Oktober 2020 bereits fixiert worden", berichtet Organisatorin Monika Feichtinger.

ÖBB reagieren

Die Österreichischen Bundesbahnen melden: "Der internationale Güterverkehr bleibt in Absprache mit den Behörden bis auf Weiteres aufrecht, um den Warenverkehr im Sinne der Versorgungssicherheit innerhalb Europas weiterhin sicherzustellen. Ebenso aufrecht bleibt der Zug-, und Busverkehr innerhalb Österreichs und zu allen internationalen ÖBB Destinationen mit Ausnahme Italien. Der Nachtzug- und Busverkehr nach Italien ist bereits eingestellt worden.
In Abstimmung mit den zuständigen Behörden erwarten wir eine schrittweise Einstellung der Tageszugverbindungen nach Italien. ÖBB-Tickets von und nach Italien für Reisen mit Gültigkeit bis einschließlich 03.04.2020 können kostenlos am ÖBB Ticketschalter oder unter 051717 storniert werden."

"Lage ist stabil"

„Die derzeitige Lage in Österreich und in Niederösterreich ist stabil“, sagt Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner. In Österreich seien bisher 5.000 Testungen durchgeführt worden, 183 seien positiv ausgefallen. „In Niederösterreich wurden bisher 574 Personen getestet, 40 davon sind am Coronavirus erkrankt. Sechs Tests sind derzeit noch offen.“
Die Erkrankten seien „gut versorgt“, betonte die Landeshauptfrau, man habe „die Situation im Griff“, auch „dank unseres guten Gesundheitssystems und dank der gesetzten Maßnahmen“, bedankte sie sich beim Landessanitätsstab.

Kein Grund zur Panik

Die Experten betonten, dass es „keinen Anlass zur Panik, aber Anlass zu Sorge und Disziplin“ gebe, betont Mikl-Leitner. Die Situation in Italien sei „Signal für uns, ganz konkrete Maßnahmen zu setzen“, meinte sie: „Auch wenn die Lage in Niederösterreich stabil ist, muss man die Situation in anderen Ländern Europas zur Kenntnis nehmen und entsprechend handeln.“
„Eine weitere Einschleppung des Virus aus Italien muss bestmöglich verhindert werden“, bezeichnete sie etwa den Einreisestopp aus Italien als „gut, wichtig und richtig“. Ebenso sei es „wichtig, Österreicherinnen und Österreicher aus Italien zurückzuholen“ und sie auch zu verpflichten, sich nach ihrer Rückkehr für 14 Tage in Quarantäne zu begeben.

Jeder "seinen Beitrag leisten"

„Es geht jetzt darum, dass die gesamte Bevölkerung zusammensteht und jede und jeder seinen Beitrag leistet“, appellierte die Landeshauptfrau. „Unser Leben wird sich in den nächsten Wochen verändern, zum Schutz der gesamten Bevölkerung und vor allem zum Schutz der älteren Generation, die von diesem Virus besonders betroffen ist“, betonte Mikl-Leitner, die auch einen Appell an Familien und Angehörige richtete, die Kranken in den Kliniken und Senioren in den Pflegeheimen so wenig wie möglich zu besuchen und besser telefonisch in Kontakt zu bleiben: „Zum Schutz der Älteren und Kranken.“

Autor:

Markus Gretzl aus Lilienfeld

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