Weibliche Ortschefs
Das sind unsere Powerfrauen im Bezirk Lilienfeld

Claudia Kubelka (links) ist die Ortschefin von Annaberg. Hier macht sie sich im Dirndl für einen Flug mit der Zip-Line bereit.
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  • Claudia Kubelka (links) ist die Ortschefin von Annaberg. Hier macht sie sich im Dirndl für einen Flug mit der Zip-Line bereit.
  • Foto: Kubelka
  • hochgeladen von Sara Handl

76 Frauen. So viele Bürgermeisterinnen gibt es in NÖ. Österreichweit ist es damit Bundesland-Sieger. Aus dem Bezirk Lilienfeld kommen zwei davon.

BEZIRK LILIENFELD. Gertraud Steinacher (ÖVP) ist seit September 2016 die Ortschefin von Ramsau. Sie sagt: "Ich bin in das Bürgermeister-Amt mehr oder weniger hineingerutscht. Damals hatte sich der Gemeinderat aufgelöst und es standen Neuwahlen an. Dabei ist man auch an mich herangetreten und hat gefragt, ob ich das Amt übernehmen möchte."

Diese Frage bedurfte natürlich Zeit zum Überlegen. Aber dann dachte sie sich: "Es geht immerhin um meine Heimatgemeinde!" Also hat sie sich erfolgreich zur Wahl stellen lassen.

Die Harten kommen durch

Auf die Frage, ob es manche Dinge gibt, die eine Frau in Ramsau einfach "besser" machen kann als ein Mann, meint sie: "Die Umgangssprache untereinander ist ganz anders. Frauen sind rücksichtsvoller."
Sie fügt außerdem noch scherzend hinzu: "Außer hier in Ramsau. Da kommen nur die Harten durch."

Gertraud Steinacher ist die Ortschefin von Ramsau.
  • Gertraud Steinacher ist die Ortschefin von Ramsau.
  • Foto: Facebook/Steinacher
  • hochgeladen von Markus Gretzl

Frauenpower in Annaberg

Claudia Kubelka (ÖVP) ist schon lange die Obfrau des Kulturvereins Annaberg. Ihr Weg zur Bürgermeisterin von Annaberg war eher ungewöhnlich. "Ich wurde von der ehemaligen Bürgermeisterin angesprochen, ob ich nicht das Amt übernehmen möchte. Ich hatte zuvor nämlich schon viel in die Gemeinde eingebracht. Offiziell bei der Gemeinde gearbeitet habe ich jedoch bis dato noch nie", berichtet Kubelka. Zudem musste sie auch erst ihre Staatsbürgerschaft umschreiben lassen. "Ich bin zwar in Österreich geboren, hatte aber eine englische Staatsbürgerschaft."

Start im Covid-Jahr

Nachdem auch sie schwer überlegt und sich dann zu einem "Ja" entschieden hat, hat sie das Bürgermeisteramt im März 2020 übernommen. Das war nicht nur ihr Eintrittsdatum, sondern auch der Beginn der Corona-Zeit. "Der Vorteil war, dass es ruhiger war und man sich leichter einfinden konnte. Nachteil war, dass es ganz andere Aufgaben gab. Aber ich habe viel mit dem Vize-Bürgermeister und Gemeinderäten telefoniert. Dank gutem Teamwork war der Start dann kein Problem", ist Kubelka dankbar.

Was sie ebenfalls sehr schätzt, ist "die Vielfalt des Amtes. Es ist spannend und abwechslungsreich. Man kann sich immer neuen Herausforderungen stellen", so die Ortschefin.

Zur Sache
In Ö gibt es 2.095 Bürgermeister/innen. Davon sind 201 Frauen (9,6 Prozent). Die meisten gibt es in NÖ mit 76. 30 Prozent sind hauptberuflich Bürgermeister, der Rest nebenberuflich.

Quelle: Österreichischer Gemeindebund (Stand: 21. Oktober 2021).

Sind Frauen das stärkere Geschlecht?

Mehr zu den Bürgermeisterinnen aus dem Bezirk Melk erfahren Sei hier:

Melks starke Frauen an der Spitze der Politik (mit Umfrage)

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