Die Traisen wurde von unseren Vorfahr en als Transportweg und Energielieferant geschickt genutzt.
Im Wandel der Zeit: Die Traisen

Im Jahr 1938 badeten Kinder an der Stelle, an der im Jahr 1970 die heutige Wehr in Traisen errichtet wurde.
3Bilder
  • Im Jahr 1938 badeten Kinder an der Stelle, an der im Jahr 1970 die heutige Wehr in Traisen errichtet wurde.
  • Foto: Alfred Czerny
  • hochgeladen von Markus Gretzl
Du willst keine Top Story mehr verpassen? Unsere Push-Nachrichten helfen dir dabei!

BEZIRK LILIENFELD. Für die ersten Siedler unserer Region war die Traisen der Grundstein, das damals sehr stark bewaldete obere Traisental überhaupt zu erkunden und erste Siedlungen anzulegen, aus denen die heutigen Orte entstanden.

Holz triften

Die Menschen nutzten den Fluss früh als Transportweg, die Flößerei war lange Zeit weit verbreitet. So wurde beispielsweise das zum Wiederaufbau nach den Großbränden von 1474 und 1512 in St. Pölten benötigte Holz von Lilienfeld gekauft und über die Traisen getriftet. Wien wurde ab 1718 von der Traisen aus mit Brennholz versorgt.

Anfängliche Misserfolge

Im Jahr 1767 richtete das Stift einen eigenen Schwemmbetrieb ein. Dafür war ein Holzfang nötig. Der erste Rechen erwies sich rasch als Fehlkonstruktion. Er wurde durchgerissen und musste neu errichtet werden.

Neue Rechenanlage

Im Jahr 1815 entstand am Traisenbogen, an dem heute das Finanzamt steht, eine stabilere Rechenanlage mit den übrigen Triftgebäuden der Huebmerschen Schwemmgesellschaft. Nach drei Jahren konnte die Anlage 1818 voll in Betrieb gehen. Die Eröffnungsfeier erfolgte durch Abt Malachias Schmeger. 1858 kam es zur allgemeinen Aufhebung der Triftprivilegien. Von dieser Zeit an gab es Schwemmkonzessionen und Schwemmlizenzen. Die Anlage umfasste im Vollausbau eine beeindruckende Fläche. Der Rechenplatz belegte nahezu den ganzen Bogen der Traisen, von der Traisenbrücke entlang des Teiches bis zu der Stelle, wo sich diese beiden Flussarme wieder vereinigen.
Der ursprüngliche Flusslauf war der Traisenbogen. Dieser wurde durch einen Stichkanal abgeschnitten. Letzterer hatte natürlich ein stärkeres Gefälle, um eine höhere Fließgeschwindigkeit zu erzielen. Die durch diese "Umleitung" entstandene Insel wurde als Rechenplatz genutzt. Tausende Männer, von Holzfällern in den Voralpen bis hin zu den Arbeitern im Sägewerk, arbeiteten täglich bis zu 14 Stunden in einer Sechstagewoche.
Auch Mühlen wurden schon früh errichtet. Durch die häufigen Niedrigwasser und die damit verbundenen Einbußen wurden Mühlbäche angelegt.

Autor:

Markus Gretzl aus Lilienfeld

following

Du möchtest diesem Profil folgen?

Verpasse nicht die neuesten Inhalte von diesem Profil: Melde Dich an, um neuen Inhalten von Profilen und Bezirken in Deinem persönlichen Feed zu folgen.

5 folgen diesem Profil

Regionaut werden!

Du willst eigene Beiträge veröffentlichen?
Werde Regionaut!

Regionaut werden!



Kommentare

online discussion

Du möchtest kommentieren?

Du möchtest zur Diskussion beitragen? Melde Dich an, um Kommentare zu verfassen.

Wirtschaft

Corona-Krise gemeinsam meistern
Hilfe vor Ort mit dem österreichweiten Netzwerk #schautaufeinander

In Ausnahmesituationen wie diesen stehen die Menschen zusammen und helfen sich gegenseitig. Die Regionalmedien unterstützen dies in allen Bundesländern und Bezirken Österreichs mit dem Netzwerk #schautaufeinander. Hier könnt Ihr Dienste suchen oder anbieten, die uns gemeinsam durch diese Krisenzeiten helfen. Du suchst jemanden, der/die notwendige Lebensmittel nach Hause liefert? Du willst dich in deiner Nachbarschaft nützlich machen, oder gibst online Nachhilfe? Dann poste doch deinen...

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

add_content

Du möchtest selbst beitragen?

Melde Dich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Beitrag oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen

Veranstaltung oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen