Streitfall endete vor Gericht
Lilienfelder drohte mit Amoklauf

Richter Slawomir Wiaderek verurteilte den Angeklagten.
  • Richter Slawomir Wiaderek verurteilte den Angeklagten.
  • Foto: Probst
  • hochgeladen von Markus Gretzl

Gastronom wurde mit Umbringen bedroht.

BEZIRK. Ein anhaltender Streit mit einem Lokalbetreiber in der Landeshauptstadt brachte einen 58-jährigen Pensionisten so in Rage, dass er bei der Polizei in Lilienfeld anrief und damit drohte, mit einer Pumpgun in das Lokal zu stürmen und herumzuschießen.

Disziplinlosigkeit

„Ich hab einen großen Fehler gemacht“, gab der Beschuldigte aus dem Bezirk vor Gericht zu, hatte gleichzeitig jedoch auch jede Menge „Aber“ im Ärmel, die er, ohne am Wort zu sein, immer wieder lautstark dazwischenrief, sodass er von Richter Slawomir Wiaderek beinahe aus dem Saal verwiesen worden wäre.
„Ich hab noch nie jemanden umgebracht und ich hab auch keine Waffe“, verteidigte er sich. Mit dem Wirt habe er schon länger Streit und habe auch die St. Pöltner Polizei verständigt, als trotz Lockdowns das Lokal seines Widersachers bummvoll gewesen sei. Beamte hätten Nachschau gehalten, sich vor dem Lokal aber vom Wirt abwimmeln lassen. Daher habe er es bei der Polizei in seinem Bezirk versucht.

Zutritt verwehrt

„Ich werde aufräumen“, drohte er unter anderem am Telefon gegenüber der Polizistin, mit der er ein längeres Gespräch führte. Zum Hintergrund des Streites befragt, meinte der Beschuldigte vor Gericht: „Seit ich da bin, werde ich nur gehänselt, ausgenützt, belogen und betrogen!“, wobei er sich auf den Wirt und einen weiteren Mann bezog.
Der Lokalbetreiber, der von Beschimpfungen und Drohungen des Pensionisten via Festnetz und im Lokal sprach, zuletzt noch Anfang April dieses Jahres, glaubt, dass der Beschuldigte gegen ihn vorgehe, seit er ihm während des Lockdowns den Zutritt zum Lokal verweigerte. Er habe gedroht, ihn umzubringen und das Lokal kaputt zu machen. Angst? „Ja, mei, man macht sich schon Gedanken!“

Kontaktverbot ausgesprochen

Der Pensionist versuchte, den Spieß umzudrehen. Der Wirt würde ihn anrufen und ihm SMS schreiben, was der Zeuge verneinte. Prompt klingelte das Handy des Wirtes, nachdem der Angeklagte während dessen Aussage die Nummer des Zeugen gewählt hatte.
Mit seinen Vorwürfen gegen den Zeugen müsse er sich an die Polizei wenden, so Wiaderek zum Angeklagten, der besonders empfindlich auf die Frage des Richters nach seinen psychischen Problemen in der Vergangenheit reagierte. Er sei Herr seiner Sinne, brauche keine Therapie, keinen Bewährungshelfer und habe genug im Kopf, weshalb er auch keinen Verteidiger brauche. Mit einem Kontaktverbot zum Lokalbetreiber war er einverstanden, gegen die Bewährungsstrafe von acht Monaten möchte er allerdings berufen. Das Urteil ist damit nicht rechtskräftig.

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