Reflektoren sollen Zahl der Wildunfälle senken
Nebel, Brunftzeit, Wildunfälle

Oft kommt es im waldreichen Lilienfeld zu Kollisionen.
  • Oft kommt es im waldreichen Lilienfeld zu Kollisionen.
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  • hochgeladen von Markus Gretzl

BEZIRK LILIENFELD. Über 28.000 Wildtiere sterben jedes Jahr auf Niederösterreichs Straßen. Und auch zwei Menschen sind vergangenes Jahr bei Unfällen gestorben. Um die Unfallzahlen zu senken setzt der NÖ Jagdverband unter anderem auf Duftzäune und optische Warnmelder. Ein Lokalaugenschein.

Unfälle mit Rotwild

Denes Dorel aus Lilienfeld machte in Traisen bereits unliebsame Bekanntschaft mit Rotwild wie auch Mathilde Größ am Heimweg aus Neulengbach. "Ich konnte nichts mehr machen, das Reh sprang einfach von der rechten Seite über die vom Schneepflug angehäuften Schneemassen auf die Straße. Als ich es sah, krachte es schon", erinnert sich die Pensionistin. Es blieb zum Glück beim Sachschaden.

Gute Zusammenarbeit

"Das Projekt 'Gemeinsam sicher' zwischen Exekutive, Bezirkshauptmannschaft und Jägerschaft funktioniert im Bezirk Lilienfeld sehr gut", erklärt Bezirkspolizeikommandant Michael Hochgerner. Kommt es zu einem Unfall mit einem Wildtier, muss der Lenker dies unverzüglich der Polizei melden. Falls das Tier verletzt wurde und noch lebt, leiten die Beamten dies an den zuständigen Jäger weiter, der das Tier möglichst rasch erlöst.

Reflektoren wirken

Diese gute Zusammenarbeit kann auch Bezirksjägermeister Martin Schacherl bestätigen. Im Zuge eines weiteren Projekts zwischen NÖ Jagdverband, BOKU und den Straßenmeistereien wurden zum Schutz von Wildtieren und Autolenkern Wildreflektoren installiert. "Diese Reflektoren in silber oder blau werden an den Begrenzungspflöcken entlang der Straße angebracht. In besonders belasteten Abschnitten gibt es auch Reflektoren, die ein akustisches Signal abgeben", erklärt Lilienfelds Bezirksjägermeister. "Die Abwehr funktioniert nur bei Dunkelheit. Der Erfolg ist deutlich erkennbar und wird auch aufgezeichnet. In manchen Abschnitten wurden die Wildunfälle um bis zu 90 Prozent reduziert", freut sich Schacherl.
Trotz aller Maßnahmen kann man das Überwechseln von Wild nicht gänzlich verhindern. "Straßen zerschneiden ja uralte Wechsel der Wildtiere, die je nach Jahreszeit auf Wanderschaft sind. Der beste Schutz für den Verkehrsteilnehmer ist immer noch die gebotene Vorsicht vor allem im Herbst bei früher Dunkelheit und nassen Fahrbahnen. Fahren auf Sicht lernt man schon in der Fahrschule", mahnt der Martin Schacherl zu entsprechender Vorsicht.
Apropos Fahrschule: "Das Thema Wildunfälle wird bei uns im Theorieunterricht behandelt. Wir machen auf das richtige Verhalten zur Vermeidung von Wildunfällen aufmerksam. Im praktischen Teil der Ausbildung wiederholen wir das Gefahrenzeichen welches auf Wildwechsel aufmerksam macht. Auch bei den Nachtfahrten wird das Thema wiederholt und gefestigt", berichtet Elke Toman von der Fahrschule Plank in der Bezirkshauptstadt Lilienfeld.

Autor:

Markus Gretzl aus Lilienfeld

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