"Tierischer" Weihnachtswunsch

Tierheimleiter Davor Stojanovic und Sorgenkind Nello. Der Kater ist sehr verschmust und zutraulich.
  • Tierheimleiter Davor Stojanovic und Sorgenkind Nello. Der Kater ist sehr verschmust und zutraulich.
  • Foto: Werilly
  • hochgeladen von Markus Gretzl

LILIENFELD/ST. PÖLTEN. Weihnachten naht und so mancher macht sich bereits daran seinen Wunschzettel zu schreiben. Bei einigen fällt dieser etwas kürzer, bei anderen ausführlicher aus. Doch Leon und Nello haben nur einen Wunsch: ein zuhause. Der Rottweiler und der Kater sind nur zwei von vielen Schicksalen die im Tierheim in St. Pölten leben und darauf warten, endlich ihre Zweibeiner zu finden.

Zuhause auf Lebzeit

"Ein Tier ist ein neues Familienmitglied und auf der gleichen Ebene mit uns. Daher sollte man sich gut überlegen, ob man sich ein Haustier anschafft", so Tierheimheimleiter Davor Stojanovic. Wichtig ist zu wissen, was man alles benötigt, wie unter anderem Zeit, Geld für den Tierarzt und jemanden der sich um das Tier kümmert, wenn man auf Urlaub fährt. "Kinder freuen sich meist nur kurzfristig. Bis zu einem bestimmten Alter könne sie noch keine Verantwortung übernehmen", erklärt der Tierheimleiter. Ende vom Lied: Hund und Co. landen im Tierheim oder werden, im schlimmsten Fall, ausgesetzt.

Kurze Freude

"Natürlich leuchten die Kinderaugen, wenn ein süßer Hundewelpe unter dem Weihnachtsbaum hervorwackelt oder der heiß ersehnte Wunsch nach kuscheligen Kaninchen sich erfüllt hat. Aber wurde auch bedacht, dass diese Tiere Zeit und Geld kosten? Dass die Lebenssituation sich ändern kann?", fragt Tierärztin Ulrike Hirtl aus Traisen. Plötzlich kann der Hund nicht mehr an den Arbeitsplatz mitgenommen werden oder in der neuen Wohnung sind keine Haustiere mehr erlaubt. "Erkundigen Sie sich vor der Anschaffung eines Tieres, welches für Sie oder für Ihre Familie geeignet ist und tun Sie das vielleicht nicht in der Tierhandlung oder beim Hundezüchter, wo das Interesse an einem guten Geschäft eventuell im Vordergrund steht", erklärt die Tierärztin.

Geschenke für Vierbeiner

"Wer kein Tier halten kann, kann sie auch beschenken", zählt Stojanovic eine Option auf, die beiden Seiten glücklich macht. Das Tierheim freut sich jederzeit über Futterspenden, sowie über Leinen und Halsbänder. "Das beste Geschenk ist natürlich Qualitätszeit. Sprich, Gassirunden mit den Hunden." Man kann auch eine Patenschaft für ein Tier übernehmen.

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