Lilienfelds Gemeinden fehlen die Einnahmen

Trotz sinkender Einnahmen hoffen Hohenbergs Bgm. Heinz Preus und LH-Stv. Franz Schnabl auf ein Weiterbestehen des Voralpenbads.
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  • Foto: A. Feilinger
  • hochgeladen von Markus Gretzl

BEZIRK LILIENFELD. Die Coronakrise hinterlässt auch in den Gemeindebudgets ihre Spuren. Wichtige Einnahmen fehlen. "Alleine in den Monaten Mai, Juni und Juli hat die Marktgemeinde Traisen im Vergleich zum Vorjahr um rund 485.000 Euro weniger Gesamteinnahmen aus Ertragsanteilen und Kommunalsteuer", wie Bürgermeister Herbert Thumpser berichtet. Anderen Gemeinden im Bezirk ergeht es nicht besser. Auch in Hohenberg hat man mit den Auswirkungen der Corona-Pandemie zu kämpfen. Bürgermeister Heinz Preus betont jedoch, dass man trotz geringerer Gesamteinnahmen finanziell abgesichert sei: „Die Zahlungsunfähigkeit, die vielen Gemeinden in Niederösterreich droht, betrifft uns zum Glück nicht – zukünftige Großprojekte müssen wir dennoch ein wenig hintanstellen". Der Einbruch der Kommunalsteuer und der Ertragsanteile hat bereits im Juni voll zugeschlagen. In Hohenberg sind diese um über 20.000 Euro von 75.313,86 auf 51.094,19 Euro zurückgegangen. „Dieser Einbruch, und das monatlich auf längere Dauer, ist selbstverständlich spürbar im Gemeindebudget“, meint Bürgermeister Heinz Preus.

Gegenmaßnahmen

Preus berichtet, dass es eines der großen Ziele der Gemeinde ist, einer drohenden Abwanderung entgegenzuwirken: „Wir haben unlängst Baugründe gekauft, um Wohnraum für Familien zu schaffen. Zusätzlich wollen wir unsere bestehende Infrastruktur – wie etwa das Voralpenbad, um ein Beispiel zu nennen – weiter stärken, um als Wohnort attraktiv zu bleiben". "Gemeinden, die mit Mühe ihre laufenden Kosten decken, werden kaum ein Mega-Straßen-Schul- oder anderweitiges Bauprojekt in Angriff nehmen können", ergänzen die Bürgermeister von St. Aegyd, Hainfeld und St. Veit, Karl Oysmüller, Albert Pitterle und Johann Gastegger.

"Durchschaubares Spiel"

Die Bedenken dieser Bürgermeister kann ÖVP-Bundesrat Karl Bader aus Rohrbach nicht teilen: "Führende SPÖ-Vertreter haben das eine Milliarde Euro schwere Bundes-Gemeindepaket und das 836,5 Millionen Euro schwere NÖ Gemeindepaket mitverhandelt. Dass sich jetzt einige Sozialdemokraten hinstellen und die größten kommunalen Investitionspakete aller Zeiten kritisieren, ist eine durchschaubare parteipolitische Strategie – das sind Methoden, die angesichts so großer Herausforderungen eigentlich keinen Platz in unserem Land haben sollten", poltert Lilienfelds Bezirksparteiobmann der Volkspartei.
Seitens der FPÖ Lilienfeld ist bis Redaktionsschluss leider kein Statement zu diesem Thema eingegangen (Anmerkung der Redaktion).

Trotz sinkender Einnahmen hoffen Hohenbergs Bgm. Heinz Preus und LH-Stv. Franz Schnabl auf ein Weiterbestehen des Voralpenbads.
Karl Bader (ÖVP): "Durchschaubares Spiel der SP-Politiker."

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