Eine Buckelpiste der Gefühle

Tristan Takats zeigte auf der Piste großen Kampfgeist.
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  • Tristan Takats zeigte auf der Piste großen Kampfgeist.
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  • hochgeladen von Werner Schrittwieser

LILIENFELD. Nach einem Kreuzband- und Meniskuseinriss unmittelbar vor der Wintersaison im Oktober 2017 begann für Tristan Takats der harte Weg zurück. Anstelle sich zurückzulehnen, begann der Athlet des USC Lilienfeld unmittelbar sich mit alternativem Training fit zu halten. „Ich habe anfangs sehr viel an der Stabilität meines Körpers sowie der Grundlagenausdauer gearbeitet, später forcierte ich das Krafttraining. Der Heilungsprozess verlief sehr gut und ich verfüge nun über eine höhere körperliche Fitness als vor der Verletzung“, freut sich Tristan Takats.

Ein Comeback nach Maß

Im Juni 2018 kehrte der 23-Jährige auf Schnee zurück und gewöhnte das Knie langsam wieder an die Belastungen. Nach über 1,5 Jahren feierte Tristan Takats am 1. Dezember 2018 sein Comeback beim FIS-Riesentorlauf auf der Reiteralm. Etwas überraschend konnte er das Rennen für sich entscheiden und war überglücklich: „Der Sieg zum Comeback war eine grandiose Bestätigung für die harte Arbeit der letzten Monate. Ich wusste zwar vom Training, dass ich schnell bin, dass es aber gleich für einen vollen Erfolg reichte, umso schöner und motivierender!“

Sind Erfolge ausreichend?

Im Laufe der Saison feierte der Athlet vom USC Lilienfeld tolle Erfolge und hielt mit den besten Europacupfahrern und auch Weltcupfahrern mit. Zum Abschluss der Saison bestritt Tristan Takats bei den Österreichischen Meisterschaften die einzige Abfahrt dieser Saison und landete auf Anhieb auf dem tollten fünften Platz. Auch im Super-G schaffte er trotz eines Fehlers den Sprung unter die Top-Ten. „Im Großen und Ganzen war es eine gute Saison, aber leider konnte ich meine FIS-Punkte nur unzureichend verbessern. Somit stehe ich in der Weltrangliste schlechter da, als ich bin. Deshalb wird es leider auch nicht für einen ÖSV-Status reichen“, so der etwas enttäuschte Rennläufer.

Eine ungewisse Zukunft

Dass der 23-Jährige nicht vom Glück verfolgt ist, spiegelt sich auch beim letzten Super-G der Saison wider. Hier riss er sich das Kreuzband ein und erlitt eine Knorpelläsion. „Deshalb hab ich mir jetzt eine Auszeit genommen, um mich auszukurieren und meinen Kopf freizubekommen. Ich habe mir viele Gedanken über meine Zukunft gemacht, ob ich dem Skisport treu bleiben soll oder mir eine neue Herausforderung im Skisport suchen soll. Die Entscheidung wird in den nächsten Tagen und Wochen fallen“, gibt sich Tristan Takats sehr nachdenklich.

Tristan Takats zeigte auf der Piste großen Kampfgeist.
Der Blick ins Ungewisse für den Skirennläufer.

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