23.09.2014, 09:07 Uhr

Die 'Goldene' am Nordkap gefeiert

Am Nordkap angekommen. Kühle Temperaturen, aber strahlender Sonnenschein und eine traumhafte Aussicht.

Zwei Rainfelder Paare gönnten sich zur jeweilig goldenen Hochzeit eine Fahrt an das Nordkap.

RAINFELD (mg). "Diese fünf Wochen werden wir unser Leben lang nicht vergessen", schwärmt Ilse Schwarz nach ihrer Rückkehr. Mit Gatten Leo und den Nachbarn Viktor und Traude Strohner verbindet sie eine lange Freundschaft. Auch die Jubiläen ihrer goldenen Hochzeiten fanden relativ zeitgleich statt. Und so belohnten sich die beiden Ehepaare mit einer gemeinsamen Fahrt an das Nordkap.

Traumhafte Landschaften

Städte wie Trondheim, die Berge und Fjorde, wunderschöne Wasserfälle - man kann die Schönheit dieser nordischen Landschaft kaum beschreiben", strahlt auch Viktor Strohner immer noch Begeisterung aus. Auch die Tierwelt zog die vier Rainfelder in ihren Bann. "Elche, die seelenruhig die Straße vor unseren Wohnmobilen überquerten und Orcas, die wir während einer Schiffsfahrt beobachten konnten, das waren für uns unvergessliche Erlebnisse", berichtet Leo Schwarz.

Keine Kriminellen

Besonders überrascht waren die beiden Paare über völlig ungewohnte Sitten. Als sie in Tromsö einen kurzen Stopp einlegten, um die weitere Reiseroute zu besprechen, kam ihnen ein Norweger zu Hilfe. "Der Mann kam aus einem Supermarkt, ließ seinen vollgepackten Einkaufswagen samt Geldbörse und Autoschlüssel stehen und ging über den Parkplatz auf uns zu. Für uns Österreicher unvorstellbar, doch dort hat niemand Angst vor Diebstählen", erzählt Traude Strohner verwundert.

"Liebesgrüße aus Moskau"

Nahe der finnisch-russischen Grenze streikten plötzlich Navis und die elektronischen Wegfahrsperren in den beiden Wohnmobilen. Wie sich herausstellte, waren russische Störsender an dieser Panne schuld, die weit über die Grenze strahlen.

Gemeinde will kein Geld

Vor 12 Jahren waren die Strohners bereits einmal am Nordkap. Sie erinnerten sich an eine relativ hohe Gebühr beim Nordkap-Tunnel. "Deshalb waren wir wohl überrascht, als heuer kein Schranken uns den Weg versperrte. So fuhren wir einfach durch, ohne zu bezahlen. Eine Einheimische klärte uns später auf, dass es keine Maut mehr gäbe. Die Gemeinde verdiente in den Jahren danach genug Geld, um die Baukosten wieder hereinzubekommen. Seitdem ist die Benützung des Tunnels gratis. Solche politischen Entscheidungen würde ich gerne einmal in Österreich erleben", meint Viktor Strohner lachend.
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