08.03.2017, 08:26 Uhr

Lilienfeld trauert um Walter Pusch

Walter Pusch starb wenige Tage nach seinem 82. Geburtstag. (Foto: M. Trattner)
LILIENFELD. Am 5. März ist Prof. Walter Pusch wenige Tage nach seinem 82. Geburtstag verstorben. Der Lilienfelder war seit über 42 Jahren Mitglied der sozialdemokratischen Bewegung und für die SPÖ Lilienfeld auch von 1975 bis 2000 im Gemeinderat vertreten, zuletzt ab 1995 als Stadtrat und Fraktionsvorsitzender. Im Jahr 2000 führte er als Spitzenkandidat die SPÖ in die Gemeinderatswahl. Pusch war darüber hinaus sehr stark im Kulturbereich engagiert. Auch die regionale Geschichte hat es ihm angetan – er war für einige historische Bücher, unter anderem für die letzten beiden Bände der Heimatkunde des Bezirks sowie dem wohl herausragendsten Werk, dem Industriegeschichtebuch „Es begann mit dem Gstettenhammer...“, verantwortlich.

Der Industrie verbunden
Mit der Firma Neuman, bei der er von 1959 bis 1979 als Assistent und Betriebsleiter tätig war, fühlte sich der Diplomingenieur für Hüttenwesen auch über seine Tätigkeit hinaus immer eng verbunden. Das brachte er auch mit der Stiftung des Walzenständer-Denkmals an der Ortseinfahrt von Marktl zum Ausdruck. Dass er gemeinsam mit den Mit-Autoren des „Gstettenhammers“, Ing. Ferdinand Kickinger und Dr. Ludwig Heistinger, den Verein für Marktler Industriegeschichte gegründet hat, zeigt ebenso seine Bindung zur Firma Neuman und dem Industriestandort Lilienfeld. Ab 1979 bis zu seiner Pensionierung war Pusch als Technologe im Industrieanlagenbau der VÖEST Alpine Linz tätig. Hier war er weltweit im Einsatz und konnte so sehr viel internationale Erfahrungen sammeln.
In der evangelischen Kirche war Prof. Pusch auch mit großem Herzblut im Einsatz. Die Erhaltung und Sanierung der evangelischen Pfarrkirchen des Bezirks, allen voran in Traisen und St. Aegyd waren ihm und auch seiner vor fast genau einem Jahr verstorbenen Gattin Asta ein großes Anliegen. Aber seine kirchliche Tätigkeit beschränkte sich nicht nur auf den Bezirk. Er war auch viele Jahre im evangelischen Oberkirchenrat, dem höchsten österreichischen Gremium dieser Religionsgemeinschaft tätig.
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