28.09.2016, 12:30 Uhr

Mit dem Ehering zurück aus Afrika

Verenas neue Schwiegereltern gratulierten dem Paar. (Foto: V. Lampl)

St. Veiterin gab der Liebe ihres Lebens in Afrika das Ja-Wort. Nun heißt es: Bitte warten.

ST. VEIT. Im März berichtete Verena Lampl exklusiv in den Bezirksblättern von ihren Problemen. Damilola, die Liebe ihres Lebens, darf nicht nach Österreich einreisen. Unzählige Versuche, einen Besuch zu organisieren, scheiterten an den bürokratischen Hürden.

Den Spieß umgedreht
Im Frühjahr gab das durch tausende Kilometer getrennte Paar auf. Auf illegale Angebote, die es gab, wollten sie sich nicht einlassen: "Das war nie ein Thema. Damilola erklärte mir, dass er lieber noch Jahre auf eine echte Lösung warten würde als sich auf irgendwelche Schlepper einzulassen. Und damit hat er völlig recht", erzählt die St. Veiterin.
Doch aufgeben wollten die Pflegehelferin in St. Veit und der Politwissenschafter in Nigeria auf keinen Fall. "Warum sollte unsere Liebe aufgrund bürokratischer Hürden sterben?", fragt Verena, deren Interventionen beim damaligen Bundeskanzler Faymann, Bundespräsident Fischer und Außenminister Kurz keinen Erfolg brachten.

Hochzeit in Afrika
So blieb als letzte Möglichkeit nur eine Heirat in Nigeria. Vor wenigen Wochen hob Verena Lampl ab Richtung Afrika, wo ihr Damilola bereits alles vorbereitet hatte. Es folgte eine traumhafte Hochzeitsfeier: "Ich wurde bereits bei meinen vorhergegangenen Besuchen sehr herzlich von seiner Familie aufgenommen. Diese Feier war nun der Höhepunkt. Die Menschen in Nigeria sind zwar nicht wohlhabend, dafür umso offenherziger und lebensfroher", schwärmt Verena nach ihrer Rückkehr im Gespräch mit den Bezirksblättern.

Schwiegermamas Segen
Der St. Veiterin war bewusst, dass die Familie für Menschen in Afrika mehr als Wohlstand zählt. Deshalb hatte sie auch Bedenken, ob Damilolas Familie überhaupt einverstanden sei, wenn sei ihn nach Österreich "entführe". Doch diese Sorgen waren unbegründet. "Meine neuen Schwiegereltern erklärten mir, dass sie dem Glück ihres Sohnes nicht im Weg stehen wollen, auch wenn sie ihn furchbar vermissen werden". Doch so weit ist es noch nicht, Verenas Gatte muss noch in Nigeria bleiben. "Unsere Papiere und Unterlagen werden nun noch einmal von den Behörden geprüft. Das kann Monate dauern", rechnet Verena nicht damit, Damilola heuer noch St. Veit zeigen zu können. Aber spätestens im Februar-März 2017 soll es nun endlich so weit sein.
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