12.12.2017, 09:38 Uhr

Trotz Waffenverbots Arsenal angelegt

Staatsanwalt Michael Lindenbauer (Foto: Ilse Probst)
BEZIRK. In einer fortgesetzten Verhandlung am Landesgericht St. Pölten wurde nun ein 49-Jähriger aus dem Bezirk Lilienfeld wegen diverser Vergehen nach dem Waffengesetz zu einer Geldstrafe in Höhe von 2.000 Euro und einer bedingten Freiheitsstrafe von sieben Monaten verurteilt (nicht rechtskräftig).
Bereits 2008 wurde über den Angestellten ein Waffenverbot verhängt, nachdem eine umfangreiche Sammlung in seinem Haus sichergestellt worden war. Anfang November 2016 fand man abermals ein Arsenal, wobei vor allem großteils funktionsfähige Granaten eine enorme Gefahr darstellten. Zwei davon mussten vor Ort gesprengt werden, da sie nicht mehr transportfähig waren.
Nachdem der Beschuldigte behauptet hatte, dass mehrere der konfiszierten Gegenstände nicht strafrelevant seien, ließ Richter Slawomir Wiaderek das Material von einem Gutachter prüfen. Dieser stellte unter anderem fest, dass zumindest 26 Granatenbestandteile funktionsfähig waren. Einiges konnte nicht geprüft werden, da dies zu gefährlich gewesen sei.
„Ich habe Sie größtenteils schuldig gesprochen“, erklärte der Richter. Entsprechend der Auflistung durch Staatsanwalt Michael Lindenbauer handelte es sich einerseits um Kriegsmaterial und verbotene Waffen, andererseits sei dem Beschuldigten aufgrund seines Waffenverbots der Besitz diverser Schusswaffen, sowie Hieb- und Stichwaffen nicht erlaubt.
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