04.11.2017, 19:38 Uhr

Arbeitsmarkt: Es geht aufwärts in Lilienfeld

Der milde Herbst verkürzt die Saisonarbeitslosigkeit in der Baubranche.

Positive Arbeitsmarktentwicklung hält ungemindert auch im Oktober an

BEZIRK LILIENFELD. Seit Anfang dieses Jahres ist der stärkste Beschäftigungsaufbau seit dem Jahr 2008, dem Konjunkturhöhepunkt vor Ausbruch der weltweiten Finanzmarkt- und Wirtschaftskrise, und der deutlichste Rückgang der Arbeitslosigkeit seit 2011 zu verzeichnen.

Noch nicht am Ziel

In den ersten zehn Monaten 2017 stieg die Zahl der unselbständig Beschäftigten im Bezirk Lilienfeld im Vergleich zum Vorjahr, wobei sich die Beschäftigungsdynamik im Sommer weiter verstärkte. Angesichts der äußerst günstigen Konjunkturlage ist die Arbeitslosenquote – trotz des Rückgangs – aber noch immer relativ hoch. Das laut WIFO höchste Wirtschaftswachstum seit sechs Jahren zeigt sich auch am Lilienfelder Arbeitsmarkt: "Das Beschäftigungswachstum ist ungebrochen, der Abbau der Arbeitslosigkeit setzt sich fort und die Arbeitslosenquote ist somit rückläufig", so Lilienfelds AMS-Bezirksstellenleiterin Margareta Selch. Deutlich unter dem Vorjahresniveau liegt die Jugendarbeitslosigkeit. Zudem gibt es ein kräftiges Plus an gemeldeten offenen Stellen und Lehrstellen.

800 Jobsuchende

In Lilienfeld stehen Ende Oktober konkret 800 Arbeitslose in Vormerkung. Dies entspricht einem Minus von 29 Personen oder -3,5 Prozent gegenüber dem Vergleichsmonat des Vorjahres. Gleichzeitig ist die Zahl der sofort besetzbar offenen Stellen gegenüber dem Vorjahr um 137,6 Prozent auf 221 gestiegen. „Die gute Konjunktur führt auch zu einer stark steigenden Nachfrage nach Arbeitskräften. Diese positive Entwicklung zeigt sich auch in Lilienfeld. Wenn die Zahl der Jobangebote steigt, unterbreiten wir auch mehr Vermittlungsvorschläge", so Selch.

68 Sperren

Aber: „Wer hier nicht kooperieren will, und eine zumutbare Stelle nicht annimmt, muss mit Konsequenzen rechnen“, stellt Margareta Selch klar. So haben die Berater des AMS Lilienfeld heuer bisher in 68 Fällen eine Sperre des Arbeitslosengeld- oder Notstandshilfebezuges wegen Arbeitsverweigerung oder -vereitelung verhängt.
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