Von der Straße in die Galerie

In der Galerie der Stadt Traun ist noch bis zum 4. März die Streetart-Ausstellung zu sehen.
  • In der Galerie der Stadt Traun ist noch bis zum 4. März die Streetart-Ausstellung zu sehen.
  • Foto: STURM UND DRANG GALERIE
  • hochgeladen von Oliver Wurz

Die Linzer Galerie Sturm und Drang bringt Streetart von der Straße in die Galerie Traun.

TRAUN (red). Noch bis 4. März ist in der Galerie Traun die Austellung "Every Wall is a blank Canvas" zu sehen. Lorenz Homolka von der Galerie Sturm und Drang in Linz spricht über die Ausstelung und über Street Art.

Was erwartet die Besucher der Galerie der Stadt Traun bei Ihrer Ausstellung?

Verschiedene Graffiti und Street-Art Künstler verschiedener Zugangsweisen. Vom
Taggen bis Raumintervention. Die Künstler kommen aus Österreich, New York,
Deutschland und einen sehr berühmten Graffiti-Künstler, welcher wahrscheinlich Brite
ist wir auch am Eröffnungstag hängen.

Seit wann sind Sie als Galerist tätig und welchen Zugang haben Sie zur Kunst?

Die Sturm und Drang-Galerie wurde vor mehr als drei Jahren gegründet und ich
bin sehr stolz auf die rasche Entwicklung der Galerie. Kunst hat viele Facetten, viele
Zugänge, viele Aufgaben. Über meinen Schreibtisch hängt das Nietzsche-Zitat: „Das
Leben ist wert, gelebt zu werden, sagt die Kunst, die schönste Verführerin; das Leben ist
wert, erkannt zu werden, sagt die Wissenschaft.“ Das erklärt meinen persönlichen Zugang
ganz gut.

Wo gehört Street Art hin? In die Galerie oder auf die Straße? und warum?

Street Art ist natürlich auf der Straße zuhause und hat etwas sehr Demokratisches,
Gegenwärtiges und funktioniert oft auch als ein unüberhörbares Sprachrohr der
Bevölkerung. Wenn diese Art Kunst rein von Galerien und Museen eingenommen würde,
hätte das natürlich etwas sehr Problematisches, aber das wird und kann gar nicht
passieren. Der Unterschied zwischen der Straße und den Ausstellungsräumen ist ähnlich
wie der von Konzerträumen und den Schallplatten, die man sich mit Heim nehmen kann.
Also ich brauche beides.

Wie schwierig ist es für junge heimische Künstler in der Szene Fuss zu fassen und Ausstellungen zu bekommen?

Naja, die Auslese in dem Geschäft ist hart und oft sicher auch nicht gerecht. Jede/r
Galerist/in hat mehr Anfragen als Möglichkeiten. Umso wichtiger ist es, die Auswahl ernst
zu nehmen.

Warum stellen Sie in Traun und nicht in Linz aus?

Ich würde von der Galerie Stadt Traun gefragt, ob ich eine Ausstellung kuratieren möchte
und da ich die Galerie und deren Leiterin Alexandra Wolf-Zifferer schätze, hab ich ja
gesagt. Andere Städte zu erreichen ist nie ein Fehler. Heuer werden auch in Wien noch
ein paar Sturm und Drang-Ausstellungen stattfinden. Aber Linz ist die Homebase.

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