Besorgte Anrainer fürchten um Naturjuwel

Die Obere Wehr in Neuhofen soll ein Kleinwasserkraftwerk bekommen. Viele Anrainer laufen dagegen Sturm.
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Für große Aufregung sorgt ein geplantes Kleinkraftwerk an der Oberen Wehr in Neuhofen/Krems.

NEUHOFEN (mig). Die Wassergenossenschaft Neuhofen möchte an der Oberen Wehr auf der Neuhofner Seite der Krems ein Kleinwasserkraftwerk bauen. Gegen die Errichtung des Kraftwerks laufen nun Anrainer Sturm, die um den beliebten Badeplatz dort fürchten. "An der Wehr ist Freiraum und Platz für alle. Und das alles ohne strengen Bademeister und Chlorduft", meint Ex-Vizebürgermeister Alfred Strauß. "Die Obere Wehr ist ein Kleinod und unersetzbar. Neuhofen würde mit ihr eine seiner Attraktionen verlieren", sagt Christine Neubauer, die im Ort ein Geschäft führt. Sie besitzt den Technischen Bericht zum Wehrkraftwerk Obermühle, der besagt, dass mit dem Kleinkraftwerk statt bisher 6000 Liter pro Sekunde nur mehr 66 Liter über den Wehrrücken fließen würden. Und das nur von acht Uhr in der Früh bis 20 Uhr am Abend. Den Wasserfall würde es somit überhaupt nicht mehr geben. Die entstandene Bürgerinitiative geht in die Offensive, macht mit Plakaten auf sich aufmerksam und lässt Unterschriftenlisten auflegen. Die Neuen Medien werden intensiv genutzt, bei Facebook sind bereits Gruppen wie "Rettet die Wehr Neuhofen" entstanden, in denen heftig diskutiert wird. Diese Woche wird ein Postwurf mit dem Titel "Wehr ade!" verteilt, der über mehrere Streitpunkte aufklären soll.

Auflagen sind einzuhalten

Per Facebook mitdiskutiert hat auch bereits Bürgermeister Günter Engertsberger, der sich dagegen wehrt, dass "hier viele Unwahrheiten verbreitet werden". Er erklärt, dass sich die Gemeinde durchgerungen habe, nur mehr zertifizierten Ökostrom zu verwenden. Und genau so ein Projekt habe die Wassergenossenschaft eingereicht. "Aber die Auflagen sind einzuhalten. Der Badeplatz bleibt bestehen, ein Drittel davon wird allerdings für den benötigten Fischaufstieg verwendet."
Die Bürgerinitiative fürchtet überhaupt ein generelles Badeverbot, da Baden im Kraftwerksbereich grundsätzlich untersagt ist. "Hier wird seit Jahrzehnten gebadet, und daran wird sich auch nichts ändern", so Engertsberger, "allerdings ist die Frage der Haftung noch nicht geklärt. Ein Bach ist ja Eigentum des Bundes, nicht der Gemeinde."

Drei Projekte vermischt

Zu keiner Stellungnahme bereit war die Wassergenossenschaft Neuhofen, die sich bis zur Wasserrechtsverhandlung ein Sprechverbot auferlegt hat. Dort verweist man lediglich darauf, dass im Zuge der Diskussion drei Projekte vermischt werden, zu denen auch der Fischaufstieg zählt, und viele Unwahrheiten in Umlauf seien. Die Wasserrechtsverhandlung wird um den 10. September stattfinden. Dann werden die Details geklärt werden.

Autor:

Bezirksrundschau Linz-Land aus Linz-Land

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