Coronavirus
Leondinger berichtet aus der Geisterstadt

Semesterferien: Keine Angst müssen Flugreisende am Linz Airport bei der nächsten Reise in den Urlaub haben.
  • Semesterferien: Keine Angst müssen Flugreisende am Linz Airport bei der nächsten Reise in den Urlaub haben.
  • Foto: Linz Airport
  • hochgeladen von Klaus Niedermair

Das Coronavirus hält das Land in Atem. Vom Auslands-Linz-Landler bis zu den Auswirkungen im Flugverkehr.

LINZ-LAND/PEKING (nikl). „Im Moment gleicht Peking einer Geisterstadt. Fast alle Menschen bleiben zu Hause oder dürfen ihr Wohngebiet nicht verlassen. Der Verkehr ist praktisch zum Erliegen gekommen. Die meisten Restaurants sind geschlossen. In den noch geöffneten Restaurants dürfen nur mehr Gruppen unter vier Personen an einem Tisch sitzen“, schildert Emanuel Lehner-Telič der BezirksRundschau Linz-Land die Situation vor Ort im Reich der Mitte.

Es herrscht eine eigenartige Stimmung

Der gebürtige Leondinger ist seit August 2016 innerhalb der Österreich Werbung Leiter der Region Asien mit Sitz in Peking. Was sich für den einen oder anderen Schüler in Linz-Land vielleicht im ersten Moment verlockend anhört, ist für die Tochter des Auslands-Linz-Landlers Alltag: Die Schulen sind geschlossen. Lehner-Telič: „Die Schüler, darunter auch unsere Tochter, bekommen die Aufgaben per Mail nach Hause gesandt. Diese werden dann an den Lehrer zurückgeschickt und von ihm korrigiert. Die Menschen sind quasi dazu gezwungen, zu Hause zu bleiben und müssen warten, bis sich die Lage bessert. Es herrscht im Moment eine sehr eigenartige Stimmung.“

„Wir Ausländer sind zum Glück ausgenommen“

Für den Touristiker ist klar, dass die Maßnahmen aus westlicher Sicht teils drastisch sind. „Meine chinesischen Kolleginnen dürfen zum Beispiel ihr Wohnhaus nur mehr einmal in drei Tagen verlassen. Einkäufe werden online erledigt, die gelieferte Ware wird dann an den Hausmeister geliefert, der sie an die Bewohner weitergibt. Wir Ausländer sind davon zum Glück ausgenommen. Die sozialen Medien kennen nur ein Thema: das Coronavirus.“

Vorab das Wichtigste ...

Dieses beschäftigt auch das Leondinger Unternehmen Ebner Industrieofenbau. Der Marktführer für Wärmebehandlungsanlagen betreibt ein Werk in China und hat nach Bekanntwerden der Krankheit sofort reagiert. „Vorab das Wichtigste: Glücklicherweise ist keiner unserer Mitarbeiter in China an dem Coronavirus erkrankt. Natürlich beeinflusst die Situation auch unsere Niederlassung in der Nähe von Shanghai. Einige Kollegen kommen aus der Gegend von Wuhan“, erklärt Udo Weilerscheidt von Ebner Industrieofenbau.

„Rückreise angeboten“

Nach Bekanntwerden des Ausbruchs des Coronavirus hat das Unternehmen sofort reagiert: „Unter anderem haben wir für die Mitarbeiter und deren Angehörige Schutzmasken besorgt und verteilt. Darüber hinaus haben wir unverzüglich alle österreichischen Kollegen vor Ort informiert und die Rückreise angeboten.“

„Kein Grund zur Panik“

Die wirtschaftlichen Folgen des Virus lassen sich für den Puckinger Unternehmer Andreas Neuhauser, Obmann OÖ Außenhandel der Wirtschaftskammer Oberösterreich, noch schwer abschätzen: „China ist der Beginn vieler Lieferketten für die europäische Wirtschaft. Seitens der Wirtschaftskammer informieren wir unsere Mitgliedsbetriebe individuell über die Auswirkungen und Risiken des Coronavirus.“ Kein Grund zur Panik heißt es auch am einzigen Flughafen Oberösterreichs, dem Linz Airport in Hörsching. „Die österreichischen Gesundheitsbehörden haben alle notwendigen Maßnahmen wie frühzeitige Identifikation von Verdachtsfällen, entsprechende Kontaktpersonennachverfolgung sowie die Einhaltung von krankenhaushygienischen Regeln getroffen und arbeiten ständig in internationaler Abstimmung“, betont Landessanitätsdirektor Georg Palmisano.

Autor:

Klaus Niedermair aus Linz-Land

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