Bienenschutz
Von Blühstreifen und Stadthonig

<f>Imker Christian Mader</f> aus Pasching. Die Gemeinde beteiligt sich seit heuer an der "Blühstreifenaktion".
  • <f>Imker Christian Mader</f> aus Pasching. Die Gemeinde beteiligt sich seit heuer an der "Blühstreifenaktion".
  • Foto: Team Hofko
  • hochgeladen von Oliver Wurz

Zahlreiche Gemeinden im Bezirk Linz-Land setzen sich aktiv für den Schutz von Bienen ein.

BEZIRK (red). Den Weltbienentag am vergangenen Montag nahmen Umweltlandesrat Rudi Anschober sowie Agrarminister Max Hiegelsberger zum Anlass, um auf die Bedeutung der Tiere für die Umwelt hinzuweisen. "In Oberösterreich leben mehr als 450 Bienenarten. Die meisten von ihnen sind Wildbienen", erklärt Anschober. Daher sei es umso wichtiger, notwendige Maßnahmen für den Erhalt der Lebensgrundlage der Insekten umzusetzen. So bräuchte es laut Anschober ein Verbot der Bienengifte und eine andere Agrarförderung, um Lebensräume und Naturoasen zu erhalten und wieder zu erschaffen. "Eine massive Verringerung der Bodenversiegelung sowie ausreichend Information über den Bienenschutz sind ebenfalls essenzielle Schritte", untermauert er.

Landesgartenschau informiert

Letzteres kann sich jeder bei der aktuellen Landesgartenschau "Bio.Garten.Eden" in Aigen-Schlägl holen. Diese eröffnete vergangenen Freitag mit den Schwerpunktwochen Bienen und Blumen. "Bei den vielfältigen Veranstaltungen wird die Bedeutung der Bienen für die Menschen in den Mittelpunkt gestellt", erklärt Hiegelsberger. Unerlässlich für einen aktiven Bienenschutz sind für die beiden Landespolitiker engagierte Privatbürger und vor allem die Gemeinden. Die Kommunen in Linz-Land gehen mit gutem Beispiel voran. Pucking wurde im Vorjahr als eine der ersten zwölf "Bienenfreundlichen Gemeinden" des Landes vom OÖ. Imkereizentrums ausgezeichnet.

Honig aus der Stadt

Auch in Traun setzt man sich bereits seit 2014 für den Schutz der Insekten ein. Ansässige Imker unterstützt die Stadt finanziell beim Ankauf von Imkereibedarf als auch bei Aus- und Weiterbildungen. Ein Gerät zur thermischen Bekämpfung der Varroamilbe wurde ebenfalls angeschafft. Dabei handelt es sich um einen Parasiten, der sich im Bienenstock einnistet. Er überträgt Viren und gilt als Hauptursache für das vermehrte Bienensterben in den vergangenen Jahren. "Zudem verzichten wir auf öffentlichem Grund auf den Einsatz von Insektiziden und geben Informationen über Bienenschutz in Privatgärten", betont Gerald Seitlberger von der Umweltberatung Traun. "Wir haben beim Waldlehrpfad einen Schau-Bienenstock, Wildbienenhotels, Infotafeln und eine Schau-Bienenweide errichtet", betont Bürgermeister Rudolf Scharinger. Die Bienenstöcke, die an öffentlichen Plätzen in der Stadt aufgestellt wurden, bringen auch Ertrag. 2017 etwa konnten 15 Kilogramm Honig in Traun geerntet werden.

Imkerei hautnah

In Leonding setzen die Imker ebenso auf Aufklärung. Am 13. Juni laden sie wieder zum "Tag des offenen Bienenstocks" – Infos unter meinbezirk.at/344895. Hier haben Teilnehmer Gelegenheit die Imkerei hautnah mitzuerleben. Pasching hat sich erst kürzlich dem Bienenschutz verschrieben. So will man auf Initiative des Umweltreferenten Josef Lehner bei der "Blühstreifenaktion" des Bienenzentrums OÖ und des Maschinenrings OÖ mitmachen. „Gemeindeeigene Flächen, die derzeit nur gemäht werden, sollen in Zukunft erblühen und mehr Lebensraum bieten. In Abstimmung mit dem Bauhof sollen für nächstes Jahr Flächen ausgewählt und mit geeigneten 'Blühmischungen' neu eingesät werden“, so Lehner.

Autor:

Oliver Wurz aus Linz-Land

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