Alexandra Zemsauer
„Ich war mit Dorfmeister, Meissnitzer und Götschl im ÖSV-Kader“

Michaela Dorfmeister mit Alexandra Zemsauer.
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Alexandra Zemsauer ist Amtsleiterin in Kematen. Früher war sie für den ÖSV auf Medaillenjagd.

Wann standen Sie zum ersten Mal auf den Ski?

Zemsauer: Ich habe mit drei Jahren zum Skifahren begonnen. Mein Förderer und erster Trainer war mein Vater der mich dann auch beim Verein TVN Wels anmeldete und für den ich nach wie vor starte. Beim TVN Wels habe ich mit Vincent Kriechmayr einen sehr prominenten Vereinskollegen, der bereits zwei Weltmeisterschaftsmedaillen und fünf Weltcupsiege verzeichnen kann.

Wie gelang der Aufstieg in den ÖSV-Kader?

Als Kinder- und Schülerläuferin hatte ich in Oberösterreich kaum Konkurrenz. Seitens des ÖSV wurde ich in jungen Jahren für internationale Schülerrennen nominiert, nachdem ich in Österreich zu den besten meines Jahrganges zählte. Nach dem Besuch der Skihauptschule in Windischgarsten wechselte ich in die Skihandelsschule Schladming, wo ich u.a. mit Michaela Dorfmeister, Alexandra Meissnitzer, Renate Götschl, Fritz Strobl, Michael Walchhofer usw. die Schulbank drückte. Mit 15 Jahren erfolgte die Aufnahme in den ÖSV-Nachwuchskader, dem ich 3 Jahre lang angehörte.

Wer war mit Ihnen zeitgleich im ÖSV-Kader und was waren die schönsten Momente in dieser Zeit?

Michaela Dorfmeister, Alexandra Meissnitzer und Renate Götschl gehörten mit mir gleichzeitig einem ÖSV-Kader an. Mit Michaela Dorfmeister bin ich heute immer noch befreundet. Wir haben gemeinsam auch die Ausbildung zur technisch Delegierten der FIS absolviert. Mein größter Erfolg war sicherlich der österreichische Jugendmeistertitel im Slalom im Jahr 1992 damals vor Michaela Dorfmeister, die in ihrer Karriere immerhin Doppelolympiasiegerin wurde. Silber holte ich bei der österreichischen Jugendmeisterschaft in der Abfahrt und in der Kombination. Ich blicke aber auch gerne auf die Zeit in der Skihandelsschule Schladming mit den späteren Weltcupstars zurück, wo wir sowohl beim Konditions- als auch beim Skitraining und beim Lernen in der Schule viel Spaß hatten.

Warum haben Sie die Karriere im Skisport beendet?

Nachdem ich mich 2 Jahre lang hintereinander verletzte und in Österreich die Dichte sehr groß war, fand ich keinen Platz mehr in einem ÖSV-Kader und habe deshalb meine Karriere beendet.

Sind Sie dem Skisport noch erhalten. Wenn ja, in welcher Funktion?

Ich bin noch immer mit dem Skisport sehr eng verbunden, sei es als Trainerin beim TVN Wels oder als Funktionärin für die FIS, wo ich als technisch Delegierte jährlich Einsätze sowohl bei Weltcup-Rennen als auch bei internationalen FIS-Rennen mache. Seit dem heurigen Jahr bin ich auch befugt, technisch Delegierte für die FIS auszubilden und auch die Prüfung abzunehmen. Beim Heim-Weltcup in Hinterstoder von 28.2. bis 1.3.2020 werde ich als Chefin der Abschnittsleiter mitwirken. 2013 war ich bei der Ski-Weltmeisterschaft in Schladming 14 Tage lang als einzige weibliche Abschnittsleiterin tätig.

Immer weniger Kinder lernen Schifahren und auch die Anzahl der Skikurse nimmt rapide ab: In wieweit gehört diese Sportart zum Kulturgut und sollte gefördert werden?

Da ich seit meiner Kindheit dem Skisport fröhne und immer noch eine begeisterte Ski(renn)läuferin bin, versuche ich auch bei meinem Verein TVN Wels viele Kinder für den Skisport zu gewinnen. Leider lernen in Österreich immer weniger Kinder Skifahren, vor allem die Kosten und der zeitliche Aufwand schreckt viele ab. Meiner Meinung nach sollte jeder Österreicher und jeder Österreicherin Skifahren können zumal uns eine wunderbare Bergwelt zur Ausübung des Skisportes zur Verfügung steht. Für mich persönlich ist Skifahren die schönste Sportart - zum einen ist man in der frischen Luft und zum anderen kann man die Landschaft genießen und weiters tut man etwas für seine Kondition.

Autor:

Oliver Wurz aus Linz-Land

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