29.09.2014, 21:01 Uhr

Brillenfreies Sehen durch Augenlasern

(Foto: privat)
BEZIRK (ros). Dass schlechtes Sehen kein reines „Seniorenproblem“ ist, sondern zunehmend auch junge Menschen betrifft, haben Untersuchungen europäischer Forscher gezeigt. Richtig ist, dass die Sehfähigkeit mit zunehmendem Alter abnimmt. Brille oder Kontaktlinsen sind nicht für jeden Betroffenen die optimale Lösung.

Die Lasermethode
Eine Unabhängigkeit von solchen Sehhilfen bietet in vielen Fällen nur eine Augenoperation. Die Lasermethode ist in ihrer Technik mittlerweile weit fortgeschritten und erzielt sehr gute Ergebnisse. Die am häufigsten angewandte Methode heißt LASIK. Bei dieser wird von der Hornhaut ein Stück zur Seite geklappt, damit der Laser an die inneren Hornhautschichten gelangen und sie so modellieren kann, dass das Auge wieder scharf sieht. Der Brechpunkt des Lichts befindet sich nun wieder genau auf der Netzhaut und nicht davor oder dahinter, wodurch die Sehschwäche ausgelöst wird.

Operation birgt Risiken
Auch eine Hornhautverkrümmung kann durch die Laserbehandlung behoben werden. Nach der Modellierung wird das Stück von der oberen Hornhautschicht zurück auf das Auge geklappt und wächst innerhalb von ein paar Stunden wieder an. Eine Operation birgt aber immer einige Risiken, auch die am Auge.

Nicht für jeden geeignet
Es können beispielsweise langfristige bis dauernd anhaltende Nebenwirkungen auftreten, wie trockene Augen oder unangenehme Blendeffekte. Trotzdem gilt die LASIK-Methode aber als eine der gering invasivsten und auch effektivsten Möglichkeiten, eine Sehschwäche nachhaltig zu beheben. Doch nicht für jeden eignet sich die Augenlaserbehandlung. Wenn die Dioptrien zu hoch sind, kann auch ein Laser dies nicht mehr richten. Schwangere und Stillende sollten die Operation aufschieben, bis das Kind keine Muttermilch mehr trinkt. Da die Laserbehandlung nachhaltig für verbesserte Sehkraft sorgen soll, ist es wichtig, dass sich die Augen nicht mehr stark verändern. Eine Änderung der Sehkraft in den letzten zwei Jahren ist daher ein Argument, das gegen die Augenlaserbehandlung spricht.

Voruntersuchungen nötig
In der Regel sollten nur Menschen mit gesunden Augen und einer dicken Hornhautschicht diese Behandlung in Erwägung ziehen. Der Patient sollte sich vorher auch genau informieren, welche Risiken eventuell auf ihn zukommen können. Eine Voruntersuchung ist ebenfalls ein unbedingter Bestandteil der Behandlung. Anhand dieser können die Ärzte erkennen, ob sich die Augen des Patienten für die Laserbehandlung eignen.
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