26.11.2017, 20:04 Uhr

Der Christleuchter - Leuchtersingen, Lichtertsingen

Siebenbürgennachbarschaft Traun: Die Volkstanzgruppe der Jugend beim Lichtersingen in der Kirche. (Foto: Siebenbürger Traun)

TRAUN (red). Leuchtersingen: Dieser überlieferte Brauch aus Siebenbürgen wird nur noch in der Siebenbürger Nachbarschaft Traun von der Volkstanzgruppe der Jugend gepflegt und zwar am 26. Dezember in der Evangelischen Kirche in Traun.

Das „Leuchtersingen“ in Siebenbürgen war einer der schönsten Bräuche im Jahresablauf. Dabei ist der Leuchter weder ein Vorläufer noch eine Abart des Christbaumes, sondern es handelt sich dabei um einen eigenständigen Brauch, bei dem die Kinder in die Geburt Christi einbezogen werden, indem sie ihn im Gesang loben und preisen.

Leuchter festlich besteckt

In siebenbürgisch-sächsischer Mundart „Lichtert“ oder „Lichterchi“ genannt, wurde der Leuchter in den verschiedenen Gegenden und Ortschaften Siebenbürgens unterschiedlich angefertigt. Das Grundgerüst bestand aus einem Holzgestell mit einem Aufsatz in Kronen- oder Pyramidenform und wurde mit Wintergrün umwickelt und mit Papierblumen, Stroh- und Hagebuttenketten verziert, sowie mit Keksen, Nüssen und Äpfeln geschmückt und mit Kerzen besteckt. Wenn dann am Christsonnabend – Heiliger Abend – zum Gottesdienst geläutet wurde, wurden die Leuchter von den gesamten Schulklassen in die Kirche getragen und vor dem Altar, der Empore sowie den anderen dafür vorgesehenen Plätzen aufgestellt.

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