26.11.2017, 16:47 Uhr

Herkunft oder Preis: Die Gretchenfrage

Welche Gans darf es sein? Thomas Mayr-Stockinger (2. v. l.) flankiert von seinen Lehrlingen. (Foto: BRS)

Heimische oder ungarische Weigegans: Für welche entscheidet sich der Gast? OÖ. Wirtesprecher Thomas Mayr-Stockinger sorgt für heftige Diskussionen am Stammtisch.

ANSFELDEN (nikl). Viel zu teuer: Mit dieser Aussage wird der Ansfeldner Gastronom von einigen Gästen jährlich zu Gasl-Saison konfrontiert. Deshalb startete Mayr-Stockinger in diesem Jahr den Versuch für welche Gans sich der Gast entscheidet.

„Gansl als Produkt ist in der Kalkulation extrem“

„Bis zum 15. November war Ganslzeit: Bis dahin haben wir zwei unterschiedliche Produkte auf der Speisekarte. Die heimische, regionale Weidegans aus Ansfelden oder das Gansl aus Ungarn. Das Gansl als Produkt ist in der Kalkulation extrem. Warum? Weil man einerseits  nur vier Portionen aus einer Gans herausbekommt. Auf der anderen Seite kostet die heimische Gans im Einkauf das Doppelte.“

Reaktionen der Gäste ließen nicht lange auf sich warten

Die ersten Reaktionen der Gäste ließen nicht lange: Bekommt man bei der teureren Gans mehr Beilage dazu? Das war nur eine der Fragen an den OÖ. Wirtesprecher: „Nein, gleiches Produkt, gleiche Beilage. Mein Ziel: Bewusstsein beim Konsumenten für regionale Produkte schaffen.“

Klar gegen Kennzeichnung der Zutaten & dem Bürokratieausbau

Auf der anderen Seite ist der engagierte Gastronom gegen eine verpflichtende Herkunftsbezeichnung: „Ja, ich spreche mich klar für regionale Produkte in der Gastronomie aus, aber klar gegen eine Bürokratieausbau mit der Kennzeichnung der einzelnen Zutaten in der Speisekarte. Eine solche Flaggenparade nützt niemanden.“
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