16.10.2014, 18:03 Uhr

Hörsching als die Heeres-Schaltzentrale

Der Fliegerhorst Vogler in Hörsching wird zur Schaltzentrale des Bundesheeres umgebaut.

Aktuell arbeiten etwa 800 Personen vor Ort am Fliegerhorst in der Gemeinde Hörsching.

BEZIRK (nikl). Das Bundesheer wird umstrukturiert. Das Strukturpaket "Bundesheer 2018", das rund 200 Millionen Euro pro Jahr einsparen soll, beinhaltet eine breite Palette an Maßnahmen. Wie betreffen diese Maßnahmen den Fliegerhorst Vogler in Hörsching? Die Mannschaft der Hillerkaserne in Ebelsberg wird nach Hörsching verlegt. Der Standort in Ebelsberg wird verkauft. Weiters wird die Tilly-Kaserne in Freistadt geschlossen.

Die dort stationierte Lehrkompanie wird zum Panzerstabsbataillon 4 am Fliegerhorst hinzugefügt. Die Stellungsstraße des oberösterreichischen Militärkommandos soll nach Hörsching verlegt werden. Der Fliegerhorst Hörsching, schon bisher der Sitz der drei Kommanden – Militärkommando, Kommando Luftunterstützung sowie das Kommando der 4. Panzergrenadierbrigade – soll dadurch neben den Standorten in Enns, Ried und Wels, aufgewertet werden: zur Schaltzentrale des Bundesheeres.

Für das Militärkommando ist es noch zu früh, über genaue Detailplanungen für die erforderlichen Umstrukturierungen vor Ort in Hörsching zu sprechen. "Derzeit werden die diversen Möglichkeiten auf Wirtschaftlichkeit, Sparsamkeit und Nachhaltigkeit geprüft", bestätigt Oberstleutnant Heinrich Birschkus vom OÖ. Militärkommando auf Nachfrage der BezirksRundschau Linz-Land. Für den oö. Militärkommandaten Kurt Raffetseder erhält der Fliegerhorst eine Aufwertung.

Beim Bundesheer – besonders auch am Fliegerhorst in Hörsching – muss seit Jahren eisern gespart werden: Der Alltag ist dadurch mühsam. Die drastische Reduktion des Treibstoffs stellt das Bundesheer vor ein großes Problem. Sowohl die Verkleinerung des Fuhrparks als auch das aktuelle Treibstoffsparprogramm sind sind nur ein kleiner Teil der Konsequenzen, mit denen das Personal in der Kaserne vor Ort in Hörsching fertig werden muss.

Personalvertreter zeigt auf
Für Manfred Lichtenwinkler, Personalvertreter im Bereich der Luftunterstützung in Hörsching, ist es bereits fünf nach zwölf: "In den letzten Jahren wurde den Bundesheerangehörigen viel versprochen, jedoch leider fast nichts eingehalten." Er fordert von der Politik Klarheit zu schaffen, und eine langfristige Perspektive aufzuzeigen. "Die Leute in der Kaserne hören immer nur, dass gespart werden muss, und sind dadurch verunsichert. Die Politik sollte nun endlich wachsam sein und reagieren. Lichtenwinkler ortet ein Sparpotenzial im Verteidigungsministerium. "Wir haben zu viele Häuptlinge bei der Anzahl an Indianern", so Lichtenwinkler abschließend.
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