09.09.2014, 10:39 Uhr

Kindergärten: Was der Bezirk zu bieten hat

"Die Kinder dürfen bei uns von Anfang an was bewältigen, an dieser Herausforderung wachsen sie", so Erna Fellner, Pädagogin im Waldkindergarten. (Foto: Gabriele Scherndl)

Kinderbetreuung in Linz-Land ist vielseitig: Über Integrationsgruppen, Waldkindergärten und den Verzicht auf Spielzeug.

BEZIRK (gasc). Oberösterreichweit gibt es derzeit 1195 Krabbelstuben, Kindergärten und Horte. Der Bezirk Linz-Land weist davon mit 132 Kinderbetreuungseinrichtungen eine besondere Vielfalt auf. Diese werden von fast 6800 Kindern besucht, in ganz Oberösterreich sind es 56.662.
Investiert wird in Linz-Land derzeit in 25 Neubau-, Adaptierungs- und Sanierungsprojekte. Um knapp 10 Millionen Euro (bis 2017) wird damit am Erhalt von Qualität und Vielfalt gearbeitet. „Das OÖ. Kinderbetreuungsgesetz soll Raum für innovative Konzepte in der Kinderbetreuung geben", ist auch Bildungs-Landesrätin Doris Hummer überzeugt.

Erweiterung für Kematen
Eines dieser Bauprojekte ist die Erweiterung des Kindergartens in Kematen. Denn zuletzt waren nur noch drei Restplätze vorhanden. So hat Kematen in zwei Krabbelgruppen, vier Kindergarten-Regelgruppen, einer alterserweiterten Kindergartengruppe und einer Integrations-Kindergartengruppe sowie in zwei Hortgruppen künftig mehr Platz, um den steigenden Bedarf zu decken. Gründe dafür: "Kematen ist eine Wohlfühlgemeinde und profitiert vom Zuzug. Auch das gute Schulangebot für die Zeit nach dem Kindergarten trägt bei", so Bürgermeister Markus Stadlbauer. Beim Bau wurde besonders Wert darauf gelegt, die Situation aus den Augen der Kinder zu sehen. "Allein die WC- und Fensterhöhe ist eine ganz andere", so Stadlbauer.

Die Kinder im Wald

Das Problem mit der Fensterhöhe kennt der Waldkindergarten in Wilhering nicht. Hier sind die Kinder die gesamte Zeit, das ganze Jahr über im Freien. "Kinder bewerten das Wetter noch nicht so wie Erwachsene, sie empfinden den Regen nicht als schlecht", weiß Erna Fellner als Pädagogin im Waki. Sie beschreibt das Konzept als "sehr kindzentriert, situationsorientiert und natürlich auch wetterabhängig. Wichtig ist es mir, sehr persönlichkeitsbezogen zu agieren um den Kindern den Loslösungsprozess von den Eltern zu erleichtern. Das ist herausfordernd, aber auch heuer hat das wunderbar geklappt. Es gab die ganze erste Woche keine Tränen." Für die Zukunft wünscht sie sich "mehr Akzeptanz in der breiten Öffentlichkeit".

Pädagogische Schwerpunkte

Neben dem Waldkinderarten, der eine Sonderform des Kindergartens darstellt, gibt es in Linz-Land andere Regeleinrichtungen mit pädagogischem Schwerpunkt. Der Pfarrcaritaskindergarten Dörnbach/Wilhering hat als Besonderheit das Projekt "Spielzeugfreier Kindergarten". Dieses muss jedes Jahr neu beantragt werden und erstreckt sich jeweils über zwei bis drei Monate.
0
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.