11.10.2014, 20:09 Uhr

Mit einem Klick in der Amtsstube vor Ort

Der Kontakt mit den Behörden: schon häufig über die digitalen Kommunikationsmittel. (Foto: Robert Knechte/Fotolia)

BEZIRK (nikl). Der Meldezettel am Tablet-PC oder die digitale Signatur am Handy: Die digitale Amtsstube kommt.

BEZIRK (nikl). Die eine oder andere Geschichte über ein Erlebnis am Amt kann jeder erzählen. Dabei beklagen sich die Bürger nicht selten über die Öffnungszeiten, in denen man seine Erledigungen tätigen kann. In Zeiten der modernen Kommunikationsmittel muss das nicht mehr sein. In den letzten zehn Jahren wurde in Österreich konsequent das digitale Amt ausgebaut. Das Schlagwort "E-Government": die Möglichkeit des elektronischen Behördengangs über das Internet. 24 Stunden pro Tag, sieben Tage pro Woche ist es offen: Die digitale Amtsstube kennt keine Amtszeiten. Wie sieht das nun im Bezirk für den Bürger aus? Alle Gemeinden im Bezirk können für die Bürger die zwei von drei Interaktionsebenen von E-Government bereitstellen: Information und Kommunikation. Das bedeutet, dass man eine Homepage mit den relevanten Informationen vorfindet. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, verschiedene Formulare, zum Beispiel den Meldezettel, digital auszufüllen.

E-Government findet Stadt
Traun nahm bereits sehr früh eine Vorreiterrolle im Bereich des E-Govenrments ein.Als eine von acht Städten in Österreich beteiligte sich die etwa 25.000 Einwohner zählende Kommune bereits 2006 an der Initiative „E-Government findet Stadt". Ziel dieser Initiative war es: Die Menschen fit für die digitale Verwaltung zu machen. Eine Aktion dieser Initiative: Die Bürger sollen die auf ihrer e-card schlummernde Verwaltungssignatur vor Ort in der Bürgerservicestelle in der Stadtverwaltung aktivieren. Damit wurde die universelle Bürgerkarte geschaffen.

Unterschrift per Handy
War bislang eine digitale Unterschrift mittels dieser Bürgerkarte mit Lesegerät, PIN- und TAN-Code nötig, wird es durch das Mobiltelefon einfacher. Bei der Handy-Signatur braucht man weder eine Bürgerkarte noch ein Lesegerät oder kompliziert zu installierende Software am Computer. Die Eingabe eines – vom Bürger ausgewählten – Passworts reicht und man bekommt zur Bestätigung eine SMS-Nachricht mit dem zweiten Geheimcode. Apps: Zukunft in der Kommunikation mit den Behörden. Die innovative Mobile-Lösung für Gemeinden ohne zusätzlichen Aufwand. Mit der App „Gem2Go" können sich die Kommunen von ihrer modernen Seite zeigen. Die kostenlos erhältliche mobile Smartphone-/Tablet-App für iPhone, iPad, Android, Windows Phone und Windows 8 ermöglicht Bürgern und Touristen den schnellen Zugang zu Informationen auch von unterwegs. Alle Daten, die sie sonst auf der Homepage der Gemeinde finden, können sie vom Handy aus abrufen. Stellen Sie sich vor: Sie sitzen in einem Café oder in einem Aufenthaltsraum beim Arzt und müssen auf jemanden oder etwas warten. Viele nutzen diese kurzen Wartezeiten.
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