10.11.2016, 18:12 Uhr

Oftering: Kirchenbeleuchtung wird zum Zankapfel

Ofterings Kirchturm soll im „Licht“ erstrahlen.

Der Kirchturm in Oftering steht im Dunklen: Die Ortspolitiker schieben sich den „Schwarzen Peter“ zu.

OFTERING (nikl). „Unsere Kirche ist ein gotisches Kulturdenkmal, das wir in den Abendstunden ins 'richtige Licht' rücken wollen. Aus diesem Grund haben wir – die ÖVP Oftering – vor eineinhalb Jahren, im Juni 2015, einen Antrag für Ankauf und Installierung der Beleuchtung im Gemeinderat gestellt: Alle haben zugestimmt. Erst Anfang September wurde man seitens der Gemeinde tätig“, sagt Walter Wernhart, ÖVP-Gemeindeparteiobmann und Initiator einer Kirchenbeleuchtung.

„Plötzlich kamen Angebote per E-Mail“

Das kann auch Ofterings ÖVP-Vizebürgermeister bestätigen: „Im September habe ich plötzlich die Angebote für eine Kirchenbeleuchtung von der Gemeinde per E-Mail bekommen.“ Für den Kommunalpolitiker ist die Sache klar: „Die Entscheidung über den Ankauf der Kirchenbeleuchtung ist zu keinem Zeitpunkt beim Kulturausschuss gelegen. Es wäre eine einfache Gemeindevorstandsgeschichte: Welche Scheinwerfer nimmt man? Die Entscheidung bedarf keines Ausschusses mehr – unter 5000 Euro kann es der Bürgermeister vergeben. Wir wollen keinen Streit, sondern eine Lösung. Es ist keine Lösung, sachpolitische Themen über die Medien auszutragen.“

Verkehrte Demokratie in Oftering

Ofterings Bürgermeister Dietmar Lackner sieht die Sache in einem „anderen Licht“: "Ende August haben wir die Angebote für die Kirchenbeleuchtung an den zuständigen Ausschussvorsitzenden – Reinhard Hadler – via E-Mail geschickt. Plötzlich weiß niemand davon und das Thema ist im Gemeinderat zurückgekommen. Zwecks Jux und Tollerei haben wir die Angebote nicht an den Vizebürgermeister geschickt.“ Für Lackner hat das Spiel Methode: „Man versucht, mir alles Mögliche in die Schuhe zu schieben. Zuerst stellt die ÖVP einen Antrag, will mitreden und mitbestimmen und plötzlich soll ich alleine eine Entscheidung treffen? Verkehrte Demokratie und urplötzlich abgegebene Verantwortung. Ich werde das Thema mit allen Fraktionsobleuten besprechen und dann eine Beleuchtung bestellen.“

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