26.07.2017, 09:04 Uhr

Vom Kettenraucher zum Gipfelstürmer

Herwig Bachmaier bei seinem Gipfelsieg. (Foto: Bachmaier)

Der Ansfeldner Herwig Bachmaier gab das Rauchen auf und bezwang den Kilimandscharo.

ANSFELDEN (wom). Rund sechzig Zigaretten am Tag und das über 37 Jahre, Bachmaier war lange das, was man gemeinhin einen starken Raucher nennt. Die Zeiten, in denen der blaue Dunst sein Leben beherrschte sind nun aber ein für alle mal vorbei. Von einem Tag auf den anderen gab der Ansfeldner, der auch unter dem Namen "Mister Karaoke" bekannt ist, sein Laster auf und dies fiel ihm nach eigener Aussage nicht einmal sonderlich schwer.

"Muss es wirklich wollen"
"In der ersten Woche habe ich noch einen Nikotin-Spray verwendet, doch nach einigen Tagen war auch dieser nicht mehr nötig", erzählt Bachmaier. Essentielle Voraussetzung für eine erfolgreiche Rauchentwöhnung ist laut dem Ansfeldner der unbedingte Wunsch, selbst mit dem Rauchen aufhören zu wollen. Geholfen hat dem ehemaligen Raucher auch ein Projekt, welches er mit drei Freunden gemeinsam in Angriff nahm, die Besteigung des Kilimandscharo in Tansania, Afrikas höchsten Berg. "Im Vorjahr haben wir beschlossen, dieses Abenteuer durchzuziehen. Damals war mir schon klar, dass ich es nur schaffen kann, wenn ich mit dem Rauchen aufhöre", erklärt Bachmaier. Gesagt getan: Genau drei Monate vor Expeditionbeginn dämpfte Bachmair seine letzte Zigarette aus und geht seitdem rauchfrei durchs Leben. "Es ist schon erstaunlich, wie schnell sich der Körper auf die neue Situation einstellt und wie rasch man Verbesserungen, vor allem bei der Luft, merkt", betont der Ansfeldner.

5.985 HM in neun Tagen
Nach intensiven Vorbereitungen inklusive zahlreichen Bergwanderungen in Österreich, ging es für die vier Freunde auf nach Tansania. "In den ersten acht Tagen waren wir durchschnittlich sieben Stunden unterwegs. Am letzten Tag waren wir aufgrund Auf- und Abstieg 16 Stunden auf den Beinen", erinnert sich Bachmaier. Konditionell gab es für den ehemaligen Raucher dabei keinerlei Probleme, doch die dünne Höhenluft machte den Teilnehmern schwer zu schaffen. "Das mit der Höhenluft kann man nur sehr schwer trainieren. Vor allem die Nächte waren wirklich hart, da man wegen des Sauerstoffmangels in der Luft nicht wirklich gut schlafen kann", erinnert sich Bachmair. Am Gipfel angelangt gab es noch einen kleinen Moment des Innehaltens bevor es wieder an den Abstieg ging. "Es war eine sehr tolle Erfahrung und ich bin stolz, sie gemeistert zu haben", sagt Bachmaier.
0
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.