01.09.2014, 20:24 Uhr

Welche Auswirkungen haben menschliche Gerüche auf den Pflanzenbesuch von Schmetterlingen?

Der stark gefährdete helle Wiesenknopf-Ameisenbläuling (Phengaris teleius).
Linz: Pöstlingberg | Zwei Jahre dauerte es, bis mir, als Lepidopterologe = Schmetterlingsforscher (Autodidakt), die Sichtung des hellen Wiesenknopf-Ameisenbläulings (Phengaris teleius), sowie des dunklen Wiesenknopf-Ameisenbläulings (Phengaris nausithous) gelang.
Bei der Art "Phengaris teleius" erfolgte 1982 der letzte Fundeintrag für Linz, welches die ZOBODAT (Zoologisch-Botanische Datenbank, ehemals ZOODAT) des OÖ. Landesmuseums verrät. Für die Art "Phengaris nausithous" fand der letzte Fundeintrag im Jahre 1987 statt.
Beide Arten gelten in Oberösterreich sowie ganz Österreich als stark gefährdet
(Kat. 2), was aus der Datenbank des Bundesministeriums dem Oesterreichischen ArtenSchutzInformationsSystem (OASIS) - welche über 100 rote Listen beinhaltet - hervorgeht.

Bei meinen bisherigen Untersuchungen sehr vieler Wiesen in Linz und Umgebung, war es mir schließlich möglich, den hellen Wiesenknopf-Ameisenbläuling, auf vier Wiesenbiotopen zu entdecken, die sich im Linzer Stadteil Urfahr, im Bezirk Pöstlingberg, und in Dornach, im Stadtteil St. Magdalena, befinden.
Der dunkle Wiesenknopf-Ameisenbläuling war hingegen nur auf einer Wiese im Linzer Stadtteil Urfahr, gleich hinter dem Pöstlingberg, zu finden, wo gleichfalls die helle Art vorkommt.
Diese Extensivwiese scheint ökologisch von sehr großer Bedeutung zu sein, da hier, neben vielen anderen geschützten Schmetterlingsarten, die größte Population der hellen Phengaris-Art "Teleius" vorkommt.
Aber auch im Gemeindegebiet Gramastetten und Puchenau, welches zum Bezirk Urfahr-Umgebung gehört, gelang mir die Entdeckung einer äußerst kleinen Population der dunklen Phengaris -Art "Nausithous".

Die sozialparasitäre Lebensweise dieser Ameisenbläulinge und das fortwährende Schwinden von extensiv bewirtschafteten Blumenwiesen, auf denen ihre einzige Raupenfutterpflanze, der große Wiesenknopf (Sanguisorba officinalis), aber auch dessen Wirtsameise(n) vorkommen, welche die zwei Arten unbedingt zum Überleben benötigen, machen diese Schmetterlingsarten erst zu dem was sie sind, nämlich "echte Raritäten".

Besonderer Grund erforderte Feldforschung:
Nach einer zuvor stattgefundenen optischen Untersuchung des großen Wiesenknopfes auf Gelegen von "Phengaris teleius", erfolgte gleich darauf die genauere Begutachtung, die mit einer vorsichtigen Berührung der Pflanzenstängel einherging.
Nach dieser Untersuchung fiel mir auf, dass diese Spezies den Blütenstand zuvor berührter Pflanzen vorerst nicht mehr aufsuchte. Das "Warum" war die Geburtsstunde dieses sehr interessanten und gleichsam spannenden Forschungsprojekts.
Vor Beginn meiner Feldforschung waren jedoch einige Begehungen zwingend notwendig, um umliegende Wiesenbiotope ausfindig zu machen, wo der große Wiesenknopf ebenfalls vorkam. Seine wichtige Futterpflanze - für Raupe und Falter – wies mir schließlich den Weg zu den Ameisenbläulingen.

Die Forschung selbst fand auf einer unscheinbaren kleinen halbtrockenen Blumenwiese, die sich hinter der Johannes Kepler Universität befindet, in Linz/Dornach (Stadtteil St. Magdalena) seinen Anfang und nahm später einen interessanten aber eher ungewöhnlichen Verlauf.

Beobachtungszeitraum: 07.07.2014 – 30.07.2014
Die Forschung selbst erfolgte an sechs Tagen, während des Beobachtungszeitraums.
Diese begann am 15.07.2014 und endete -mit Unterbrechungen- am 23.07.2014.
Eine Beobachtung erfolgte bei jeder Witterung, was mir sehr wichtig erschien, um deren Verhalten intensiver erforschen zu können.

Die Frage- und Aufgabestellung sah folgendermaßen aus:
Welche Auswirkungen haben menschliche Gerüche auf den Pflanzenbesuch von Schmetterlingen?
Da in der Fachliteratur dieses Thema leider noch nicht behandelt wurde, begehrte mein großer Forscherdrang förmlich nach der Beantwortung der gesuchten Frage.
Wie die Auflösung der aus meiner Beobachtung heraus entstandenen Frage letztlich auch aussehen mag und welche faszinierenden Einblicke diese Verhaltensforschung sonst noch parat hält - ob es zum Beispiel neue Erkenntnisse im Bezug auf seine eingegrenzte Futterpflanzenwahl gab, werden die nächsten Zeilen zeigen.

Die Vorbereitung:
Um eine möglichst authentische Situation zu schaffen, verzichtete ich sogar auf das Aufbringen eines Sonnenschutzes, da der natürliche Geruch durch nichts verfälscht werden sollte.
Auf der kleinen Extensivwiese war der große Wiesenknopf in einer größeren Menge vorhanden, wovon es daraufhin eine kleine Anzahl, mittels roten Wollfadens, zu markieren galt.
Nach einer vorsichtigen Untersuchung der Blütenstände auf etwaige Gelege, begann ich mit der Markierung einiger Pflanzen, die oft zusätzliche Blütenstände aufwiesen und brachte am unteren Ende den Wollfaden an, damit eine Verwechslung mit daneben stehenden Pflanzen gänzlich ausgeschlossen wurde.
Danach berührte ich diese im oberen Bereich der Pflanzenstängel und der Blütenstände selbst und wartete, natürlich in einem gebührenden Abstand, um die Falter nicht zu stören, geduldig – oft mehrere Stunden – auf das Kommen des hellen Wiesenknopf-Ameisenbläulings (Phengaris teleius).

Ablauf der Feldforschung:
Die kleine dort befindliche Population von "Teleius" musste stets im Auge behalten werden, was, aufgrund seiner hohen Fluggeschwindigkeit, oft gar nicht so einfach war. Entweder sah man diese Art bei der Balz, oder beim Kampf mit anderen Arten, wie zum Beispiel dem um einiges größeren großen Ochsenauge (Maniola jurtina), dem Hauhechel-Bläuling (Polyommatus icarus) und weiteren Schmetterlingsarten.
Mitunter saß die helle Ameisenbläulingsart auf einem Spitzwegerich (Plantago lanceolata) herum, den er manchmal mit dem großen Wiesenknopf verwechselte, wenn dieser nicht gerade Nektar von einem nicht markierten Blütenstand, dieser eng mit sich verbundenen Futterpflanze, aufnahm.
Zeitweise vollführte er regelrechte Kunststücke, wenn "Phengaris teleius" bei der Nektaraufnahme am großen Wiesenknopf fortwährend einen Positionswechsel praktizierte, welches das Fotografieren mitunter sehr erschwerte.

Normalerweise fliegt, diese wärmeliebende Art, bei starker Bewölkung und auftretenden Regen eher nicht, aber bei warmen Sommergewitterregen kann es, wie von mir beobachtet, hier durchaus zu Ausnahmeerscheinungen kommen.
Und genau während einer derartigen Situation, machte es sich "Teleius", hintereinander, auf zwei markierten aber durchnässten Blütenstände bequem, was mich wiederum auf eine neuerliche Geduldsprobe stellen sollte, da meine Frage damit immer noch keine wissenschaftlich verwertbare Antwort erfuhr.
Nach dem Gewitterregen dauerte noch es etwa zehn Minuten, bis alle Blütenstände wieder aufgetrocknet waren. Danach präparierte ich diese wieder auf die gleiche Weise und wartete geduldig das weitere Geschehen ab. 1,22 Stunden später setzte sich "Phengaris teleius" erneut auf zwei der markierten Blütenstände. Doch diesmal war die Gewichtung eine ganz andere.

Gegenprobe soll Verhalten bestätigen:
Zwei Tage danach begab ich mich abermals auf die kleine Wiese, um noch die Gegenprobe durchführen. Jetzt änderte ich meine Vorgangsweise dahingehend, dass ich die berührten Pflanzenteile nicht mehr mit einem Wollfaden markierte, sondern sie mir einfach merkte.

Verschiedene Falter besuchten anschließend die berührten Blütenstände. Darunter war der seltene große Feuerfalter (Lycaena dispar), der Kronwicken-Dickkopffalter (Erynnis tages), das kleine Wiesenvögelchen (Coenonympha pamphilus) und ein Sechsfleck-Widderchen (Zygaena filipendulae).
Auf nicht berührten Blütenständen war zuvor bereits der schwarzkolbige Braun-Dickkopffalter (Thymelicus lineola) zu finden, was ich ordnungshalber an dieser Stelle erwähnen möchte. Später konnte meinerseits noch das großes Ochsenauge (Maniola jurtina) darauf beobachtet werden.

Leider erschien der helle Wiesenknopf-Ameisenbläuling (Phengaris teleius) an diesem und den darauffolgenden Tagen nicht mehr auf der Extensivwiese, welches meine Gegenprobe sehr gefährdete, die mir, aus wissenschaftlicher Sicht, noch notwendig erschien.
Sein plötzliches Verschwinden hatte mit der Mahd einer nicht weit entfernten Wiese zu tun, wo diese Art ebenfalls vorkam. Die hieraus stammende Erkenntnis könnte zukünftig zu weitreichenden arterhaltenden Schutzmaßnahmen führen.

Das zusätzlich Gute, an der ansonsten fatalen Situation, war die Tatsache, dass ich jetzt die Gewissheit hatte, das Phengaris teleius zwangsweise Biotopjumping – das Wechseln in andere Wiesenbiotope - betrieb.
Ein Umdenken bei der Bewirtschaftung – Anpassung von Mähzyklen - derart ökologisch wertvoller Wiesen, könnte dazu beitragen, diese stark gefährdete Art in deren Habitaten zu halten, was, in weiterer Folge, zwangsläufig zu einer Stärkung der dortigen Population führen muss.
Dazu später mehr.

Obwohl ich genau wusste, wo sich nun die seltene Bläulingsart aufhielt – steiles Gelände am Magdalenaberg, begab ich mich anschließend erneut auf die Suche und wurde, wie bereits im oberen Teil erwähnt, hinter dem Pöstlingberg und nicht weit weg, in Gramastetten, aber auch noch in Puchenau, fündig.
Die im Linzer Stadtteil Urfahr, Bezirk Pöstlingberg befindliche Extensivwiese, stellt eines der ökologisch wichtigsten Linzer Halbtrockenbiotope dar.
Hier kommt, neben Phengaris teleius, auch die dunkle Wiesenknopf-Ameisenbläulingsart (Phengaris nausithous) vor, was diese Extensivwiese – auf der sich viele geschützte Schmetterlingsarten tummeln - als "äußerst schützenswertes Gebiet" kennzeichnet.

In Puchenau bat ich einen netten Landwirt um die Erlaubnis, auf seiner Wiese meine Feldforschung betreiben zu dürfen. Gleichzeitig wurde dieser meinerseits darüber informiert, welcher Schatz sich auf seiner Wiese befinden würde und sprach mit ihm noch über dessen myrmekophiliehaften Verhalten – Bindung an Ameisenart(en), was man als Sozialparasitismus - Beziehung zwischen zwei Tierarten - bezeichnet.
Nachdem ich den Landwirt auch noch auf seine überlebensnotwendige Raupenpflanze – den großen Wiesenknopf – hinwies, gestattete mir dieser freundlicherweise die Feldforschung auf seiner Halbtrockenwiese.

Auf die von mir an den interessierten Landwirt gestellte Frage, wie oft seine Wiese heuer bereits gemäht wurde, bekam ich folgende sehr informative Antwort:
In diesem Jahr erlaubte ihm die Witterung eine dreimalige Mahd, antwortete mir der nette Landwirt.
Zu einem späteren Zeitpunkt führte der Landwirt noch eine weitere Schur durch, was mir ein späterer Besuch der Wiese offenbaren sollte, welches gleichzeitig auf eine intensive Bewirtschaftung hinwies.
In diesem Zusammenhang sei an dieser Stelle erwähnt, das Landwirte eine wichtige Rolle bei der Arterhaltung einnehmen.

Aufklärung, gepaart mit Einsicht und Verständnis, könnten derart stark gefährdete Arten vor dem Aussterben bewahren, was in unser aller Interesse sein sollte, da gerade solche Schmetterlingsarten als aussagekräftige Bioindikatoren fungieren, welche auf den Zustand von Lebensräumen schließen lassen, die es unbedingt zu beachten gilt.

Mahdempfehlung:
Eine arterhaltende Mahd sollte folgendermaßen aussehen, das alljährlich nur eine einschürige Mahd ab Anfang September durchgeführt wird. Auf den Einsatz von schweren Maschinen sollte dabei verzichtet werden. (Quelle: Wikipedia)

Alternative Mahdempfehlung:
Die erste Mahd wäre im Mai und die zweite Mahd im September durchzuführen. Je später die zweite Mahd im September erfolgt, desto besser!
Diese bereits bewährte Methode berücksichtigt das Pflanzenwachstum vom großen Wiesenknopf, was für die Eiablage der Ameisenbläulinge entscheidend sei.

Eine ordentliche Schnitthöhe von 5-10 cm würde zusätzlich die Diversität der Wiesenbiotope erhöhen.

Die erforderliche Gegenprobe:
Sie war notwendig, da vorerst hauptsächlich die Art "Teleius" die entscheidende Frage aufwarf, wie bereits im oberen Abschnitt zu lesen war und um mit zusätzlichem Datenmaterial wissenschaftlich verwertbare Ergebnisse zu erzielen.

Die weitere Feldforschung erfolgte nun doch auf der halbtrockenen artenreichen Blumenwiese, welche sich hinter dem Pöstlingberg befindet. Der Grund dafür war der Umstand, dass hier gleichzeitig die helle sowie dunkle Ameisenbläulingsart vorkam, die nun ebenfalls in meine Forschung einbezogen wurde, da mir der Habitatsschutz beider Phengaris-Arten gleichermaßen wichtig erscheint.
Auf dieser Extensivwiese befindet sich, in deren Flugzeit, die größte Linzer Population von" Phengaris teleius" und eine kleinere von "Phengaris nausithous", die, mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit – zwischen Gramastetten und Linz - Biotopjumping betreibt.

Genau nach der letzten Vorgangsweise führte ich dann die Gegenprobe, ohne Markierung der Pflanzen, durch und konzentrierte mich nun vollkommen auf das weitere Geschehen. Dazu wählte ich Pflanzen aus, die in einer Reihe standen, um diese danach nicht versehentlich zu verwechseln.
Kurz darauf flog "Phengaris teleius" zu zwei meiner berührten Blütenstände des großen Wiesenknopfes, um sie vorerst im Flug zu begutachten. Er berührte diese aber nicht. Anschließend setzte sich "Teleius" doch noch auf einem meinerseits zuvor präparierten Blütenstand.
An diesen Tag war es mir außerdem möglich, die Eiablage von Phengaris teleius, auf einem nicht berührten Blütenstand, zu beobachten, sowie zwei Fehlbalzen zwischen beiden Arten, was, aufgrund der doch sehr kleinen und geschwächten Population von "Nausithous" gänzlich normal erscheint.
Am darauffolgenden Tag setzten sich fünf Falter der Art "Teleius", auf den berührten Blütenstand des großen Wiesenknopfes. Zwei Weibchen waren mit der Eiablage beschäftigt, wozu diese, mit Vorliebe, die noch geschlossenen Blütenstände vom großen Wiesenknopf (Sanguisorba officinalis) aufsuchten.

Weitere Futterpflanzen auf denen ich Teleius beobachten konnte (Fotos):
Kleine Braunelle (Prunella vulgaris)
Acker-Witwenblume (Knautia arvensis)
Rotklee (Trifolium pratense)

Der Schlafplatz von "Teleius" war, neben dem großen Wiesenknopf (Sanguisorba officinalis) - welcher nicht sein Hauptschlafplatz darstellt -, der gewöhnliche Hornklee (Lotus corniculatus), sowie verschiedene Kleearten und weitere Wiesenblumen.
Der hauptsächliche Schlafplatz von "Nausithous" war hingegen der große Wiesenknopf (Sanguisorba officinalis) selbst.

Der dunkle Ameisenbläuling "Nausithous" war auch in seinem Verhalten anders, viel scheuer, als die helle Art. Er war nicht nur in seinem Vorkommen die seltenere Art von beiden, sondern sein Erscheinen erzeugte auch einen gewissen "Wow-Effekt".

Zusammenfassung meiner Feldforschung:
Menschliche Gerüche beeinflussen, wenn überhaupt, dann nur kurzfristig, den Pflanzenbesuch von Schmetterlingen, was die Forschung an der Art "Phengaris teleius" eindrucksvoll bewies. Im Wesentlichen gilt diese Feststellung auch für andere Schmetterlingsarten, was deren Besuch der präparierten Pflanzen gleichfalls offenbarte.
Phengaris teleius präsentierte dabei ein für ihn typisches Verhalten, vorerst einige Blütenstände im Flug zu begutachten, bevor sich dieser anschließend auf speziell ausgewählte Blütenstände des großen Wiesenknopfes niederließ, welche die helle Ameisenbläulingsart zur Naktaraufnahme, Eiablage, oder gelegentlich als Schlafplatz nutzte.

Neben Eiern, konnten meinerseits auch farblich an die Pflanze angepasste Raupen, auf den Blütenständen von "Sanguisorba officinalis" festgestellt werden.

"Phengaris teleius" ist wärmeliebend, fliegt aber mitunter bei warmen Gewitterregen.

Die dunklere Ameisenbläulingsart "Nausithous" trat nur in kleinen Gruppen von höchstens sieben Individuen als low-density-Art auf.

Das Territorium von "Nausithous" kann mitunter erweitert werden.

"Nausithous" war nicht nur seltener in seinem Vorkommen, sondern unterschied sich auch in dessen Verhalten gravierend von "Teleius", da er nicht nur viel scheuer war, sondern spezialisierter in der Schlafplatzwahl.

Die eingeschränkte Futterpflanzenwahl der Falter - wobei meinerseits zwei neue Futterpflanzen festgestellt werden konnten -, ihre einzige Raupenfutterpflanze, sowie das myrmekophiliehaften Verhalten, bestätigt eine hohe Schutzbedürftigkeit beider Phengaris-Arten.

Das von mir festgestellte Biotopjumping beider Ameisenbläulingsarten, könnte, durch Anpassung der Mähzyklen, weitgehend verhindert werden.

Die bestmögliche Aufklärung der Landwirte, was deren Schutzbedürftigkeit sowie die richtige Bewirtschaftung von wertvollen Ökoflächen betrifft, würde einem möglichen Aussterben dieser wunderschönen Bläulingsarten, mit Sicherheit, entgegenwirken.

Ein Vertragsnaturschutz verschiedener Wiesenbiotope, wo diese Ameisenbläulinge vorkommen, wäre aus den oben genannten Gründen sehr zu empfehlen!

Nachtrag vom 05.09.2014
Meine alternative Mahdempfehlung wurde aufgrund neuer Informationen eines namhaften Biologen, dessen ich mich gerne dankbar anschließen möchte, dahingehend geändert, das dabei die Wachstumsphase des großen Wiesenknopfes berücksichtigt wird, was für die Eiablage beider Phengaris-Arten von grundlegender Bedeutung sei.
Die erste Mahd sollte demnach erst im Mai erfolgen und die weitere Mahd im September, was einer bereits bewährten Methodik entspricht.

Ihr Linzer Schmetterlingsflüsterer
Franz Huebauer

© Copyright by Franz Huebauer
Gilt nicht für Privatpersonen und Linzer Bezirksrundschau
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