Cybermobbing: Tipps für Kinder und Jugendliche

Cybermobbing ist kein Spaß, sondern klar strafbar. Jeder kann etwas bewirken, damit es gar nicht erst soweit kommt.
  • Cybermobbing ist kein Spaß, sondern klar strafbar. Jeder kann etwas bewirken, damit es gar nicht erst soweit kommt.
  • Foto: Syda Productions/Fotolia
  • hochgeladen von Nina Meißl

Der Alltag von Kindern und Jugendlichen ist eng mit digitalen Medien verwoben. Sie sind daher auch immer öfter mit Themen wie Cyber-Grooming (sexualisierte Gewalt über soziale Medien) und Cyber-Mobbing (Bloßstellen über Online-Kanäle) konfrontiert. „Wichtig ist, den Jugendlichen zu vermitteln, dass sie etwas verändern können. Und zwar auch jene, die nicht direkt betroffen sind“, sagt Elke Prochazka, Beraterin bei Rat auf Draht. Denn Mobbing, so die Expertin, könne nur eingegrenzt werden, „wenn es gelingt, Jugendliche zu motivieren, nicht mitzulachen, wenn jemand fertig gemacht wird und bloßstellende Inhalte zu melden, statt sie weiterzuschicken.“

Anlässlich des internationalen Safer Internet Day, der heuer unter dem Motto „Create, connect and share respect: A better internet starts with you!“ stattfindet, hat das multiprofessionelle Team verschiedene Tipps zusammengestellt.

Für Jugendliche:
• Nicht mitlachen
• Nicht wegschauen
• Melden (auch anonym)
• Demjenigen einen Zettel zustecken oder schreiben, wie daneben man findet, was passiert
• Selbst Personen, die man nicht mag, einfach in Ruhe lassen. Man muss ja nicht jeden mögen.
• Andere motivieren, auch nicht mitzumachen.
• Bevor man aus Ärger etwas macht, zuerst einmal ein paar Minuten vergehen lassen
• Nicht erwarten, dass jeder und jede gleich aussieht, denkt, etc. wie man selbst. Einfach mal Verschiedenes nebeneinander bestehen lassen.

Für Bezugspersonen:
• Regen Sie Ihr Kind an, sich in andere einzufühlen. Wie fühlt es sich an, ausgegrenzt, ausgelacht zu werden?
• Überlegen Sie gemeinsam, was man tun kann, wenn man beobachtet, wie jemand fertig gemacht wird. (Melden, Blockieren, Unterstützung holen)
• Informieren Sie sich, wie man im Internet Personen melden und blockieren kann.

Ob Instagram, Facebook, Snapchat oder Twitter: Kinder, Jugendliche und deren Bezugspersonen können sich jederzeit bei Rat auf Draht unter der Telefonnummer 147 oder über rataufdraht.at (Online/Chat) melden, wenn sie bloßstellende Inhalte im Netz bemerken. Sie erhalten dort konkrete Informationen und Tipps, was sie dagegen unternehmen können. Rat auf Draht ist eine österreichweit rund um die Uhr kostenlos erreichbar.

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