Hautpflege im Winter: Mehr Fett und Feuchtigkeit

Trockene Haut kann jucken und sogar Risse bilden.
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Sie spannt in der Regel, bei manchen juckt sie sogar oder neigt zu Schuppenbildung: Vor allem im Winter leiden viele unter trockener Haut. "Jede Haut wird durch klimatische Bedingungen beeinflusst. Auch Hautkrankheiten werden im Winter schlimmer als sonst", weiß Helmut Kehrer, Dermatologe am Krankenhaus der Elisabethinen in Linz.

Krankheit als Ursache

Krankhaft ist trockene Haut dann, wenn sie beeinträchtigt, etwa durch Juckreiz, Brennen, Rötung, eine ausgeprägte Schuppung bis hin zu Rissen. "Meist leiden die Betroffenen an verschiedenen Formen von Ekzemen, wie etwa Neurodermitis. Besonders häufig im Winter sind Handekzeme", so Kehrer. Auch wenn man nicht durch eine Krankheit vorbelastet ist, können die trockene Heizungsluft, zu langes Duschen oder Baden in zu heißem Wasser oder die falsche Pflege trockene Haut verursachen.

Gut rückfetten

Hauptsächlich betroffen sind im Winter die Hände, denn sie kommen mit vielen Dingen in Kontakt. Um ein Austrocknen zu verhindern, sollte man sie laut Kehrer vor Staub und Feuchtigkeit schützen und etwa nur mit Handschuhen putzen. "Auch häufiges Händewaschen ist schlecht für die Hautbarriere. Hier sollte man darauf achten, dass man richtig rückfettet", rät Kehrer. Obwohl der Begriff trockene Haut suggeriert, dass ein Mangel an Wasser besteht, fehlt diesem Hauttyp nämlich häufig nicht nur Feuchtigkeit, sondern zusätzlich auch Fett. "Die meisten Pflegeprodukte sind nicht fett genug für besonders trockene Haut. Betroffene sollten eher zu einer Pflegesalbe auf Wasser-in-Öl-Basis greifen. Das Fett bildet einen Schutzfilm für die Haut."

"Wüsten der Haut"

Weitere Körperareale, die häufig von Trockenheit betroffen sind, sind Füße und Unterschenkel sowie das Gesicht. Sie müssen besonders gepflegt werden. "Langes, aber vor allem häufiges Duschen ist nicht günstig. Im Normalfall sollte man mit einmal Duschen am Tag auskommen", sagt Kehrer. Dabei am besten zu rückfettenden Duschgels oder -ölen greifen, normale Produkte wirken eher austrocknend. Auch Produkte mit Urea (Harnstoff) können bei trockener Haut helfen. "Der Harnstoff lässt die Haut aufquellen und führt Feuchtigkeit zurück", weiß Kehrer.

Arzt aufsuchen

Wenn der Leidensdruck zu groß wird, sollte man unbedingt den Arzt aufsuchen. Dieser kann anhand eines Gesprächs, einer Begutachtung der betroffenen Stellen sowie allfälliger Allergietests feststellen, ob ein Ekzem oder nur eine im Winter übliche Austrocknung vorliegt. Ist eine Krankheit die Ursache für die Beschwerden, kann der Arzt spezielle Pflegeprodukte verschreiben.

Autor:

Nina Meißl aus Linz

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