Ärztekammer OÖ
Roboter helfen beim Operieren

Roboter gehören im OP-Saal vieler heimischer Krankenhäuser mittlerweile zur Standard-Ausrüstung.
  • Roboter gehören im OP-Saal vieler heimischer Krankenhäuser mittlerweile zur Standard-Ausrüstung.
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Roboter wie etwa "Da-Vinci" gehören im OP-Saal vieler heimischer Krankenhäuser mittlerweile zur Standard-Ausrüstung.

LINZ. Roboter gehören im OP-Saal vieler heimischer Krankenhäuser mittlerweile zur Standard-Ausrüstung. Die Roboter werden in mehreren medizinischen Bereichen bei Operationen eingesetzt. Nach wie vor steht hinter der Maschine aber ein Arzt.

"Da-Vinci" erleichtert die Arbeit

Robotersysteme wie etwa „Da-Vinci“ unterstützen den Arzt beim Operieren und erleichtert die Arbeit. Denn die vier Arme des Roboters sind viel flexibler als menschliche Hände. Entscheidungen trifft aber nach wie vor der behandelnde Arzt – der Roboter dient quasi nur als verlängerter Arm des Arztes. „Chirurgie ist und bleibt ein Mensch zu Mensch-Fach. Denn alles hat mit dem Vertrauen des Patienten zu tun: Der Patient begibt sich voll und ganz in die Hand des Arztes, von der Narkose angefangen bis zur Nachbetreuung im Aufwachraum. Und da kann ein Roboter weder den persönlichen Kontakt, noch die persönliche Betreuung ersetzen, er kann den Operateur aber bestmöglich bei seiner Arbeit im OP unterstützen“, sagt Peter Adelsgruber, Fachgruppenvertreter der Allgemein- und Viszeralchirurgie der Ärztekammer für Oberösterreich und Oberarzt an der Abteilung für Chirurgie des Krankenhauses Barmherzige Schwestern in Ried.

Einsatzgebiete

Hauptsächlich werden roboterassistierte Operationen im Bereich der Hals-, Nasen-, und Ohrenheilkunde, Urologie sowie Allgemein- und Viszeralchirurgie durchgeführt. In der Viszeralchirurgie wird der Roboter vor allem bei komplexen Dickdarm- bzw. Mastdarmkarzinomen eingesetzt. Besonders bei komplexen Eingriffen und schwer erreichbaren Stellen sei die Robotik eine Erleichterung, da die frei beweglichen Instrumente eine einfache Bedienung ermöglichen würden. Neben der Arbeitserleichterung für den operierenden Arzt, würden auch Patientinnen und Patienten von der Roboter-Technologie im OP-Saal profitieren. Denn Roboter kommen häufig bei minimalinvasiven OPs zum Einsatz. Dadurch würden Patienten wesentlich schonender operiert werden, was einen schnelleren Heilungsprozess bedeutet.

Roboter wird Arzt nicht ersetzen

Es gibt aber auch einige Nachteile: Im Falle einer Komplikation ein Arzt rasch reagieren, da bereits Sekunden entscheidend sein können – genau das kann ein Roboter nicht. Außerdem sind Anschaffung und Wartung eines Roboters sehr teuer. Das macht auch die OPs wesentlich teurer als herkömmliche Eingriffe. Weiters ist die Lebensdauer der Geräte auf zehn bis fünfzehn Jahre begrenzt.

Viel Training notwendig

Zusätzlich ist die Ausbildung, um überhaupt mit einem Roboter operieren zu dürfen, sehr aufwändig. Dafür sind viele Trainings und eine Abschlussprüfung im Ausland notwendig. Eine weitere Schwierigkeit ist, dass der Roboter nicht auf Widerstände reagiert. Dadurch muss ein Arzt, der etwa im Bauchraum operiert, auf Sicht arbeiten. Vom Gerät bekommt der Mediziner nämlich keine Rückmeldung, falls ein Organ im Weg ist.

Bestmögliche Unterstützung

All diese Faktoren begrenzen die praktischen Einsatzgebiete der Robotik derzeit noch. Erst nach eingehenden Studien kann die Anwendung in der Allgemein- und Viszeralchirurgie ausgeweitet werden. Die Roboter werden also nie einen Arzt ersetzen, sondern ihn bestmöglich bei seiner Arbeit unterstützen.

Autor:

Carina Köck aus Linz

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