Der Balkanroute-Ticker
Aktuelles zum Thema, zum Mythos "Balkanroute-Schließung" – Teil II

„Ganz alarmante Lage an den bosnisch-herzegowinischen Grenzen. Täglich passieren diese nämlich mehr als 100 illegale Migranten. Die bosnisch-herzegowinische Grenzschutzpolizei bietet um Hilfe! Denn es fehlen ihr noch 442 Beamten, um dieser Herausforderung entgegen zu können?!“ – Bosnische Tageszeitung: „DNEVNI AVAZ“ - Bericht vom 23. 03. 2019 Symbolbild: Ivica Stojak
  • „Ganz alarmante Lage an den bosnisch-herzegowinischen Grenzen. Täglich passieren diese nämlich mehr als 100 illegale Migranten. Die bosnisch-herzegowinische Grenzschutzpolizei bietet um Hilfe! Denn es fehlen ihr noch 442 Beamten, um dieser Herausforderung entgegen zu können?!“ – Bosnische Tageszeitung: „DNEVNI AVAZ“ - Bericht vom 23. 03. 2019 Symbolbild: Ivica Stojak
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Angesichts der aktuellen Situationsentwicklungen, die sich von Tag zu Tag auf der so genannten Balkanroute zunächst einmal in Serbien in den letzten Jahren, dann aber in den letzten Monaten in Bosnien und Herzegowina - und in einer immer schärferer Form! - ebenfalls tagtäglich zeigen, habe ich mich entschlossen, werte Leser und werte Leserin, Ihnen in meiner Eigenschaft als Regionaut mit entsprechenden lokalen Sprachkenntnissen eine weitere kurze lokale Schlagzeilen-Übersicht aus den betroffenen Gebieten zu geben. Den ersten Teil haben Sie ja bereits am 21. Oktober 2018 lesen können.

In diesem Sinne beginne ich heute gleich mit den weiteren Schlagzeilen, die ich nach meinem ersten oben erwähnten Bericht als eine der ersten dokumentiert habe, nämlich schon am 05. 11. 2018. Und diese lautet folgendermaßen:

- Seit Beginn dieses Jahres kamen mehr als 21.000 Migranten nach Bosnien und Herzegowina (BiH). Kurze Textzusammenfassung vom Originalgesamtbericht: „Bei der bosnisch-herzegowinischen Staatsagentur, welche für die Arbeit mit Fremden im Land zuständig ist, wurden nämlich bis zu diesem Zeitpunkt insgesamt 21.163 illegale Migranten gemeldet. 19.986 davon haben mitgeteilt, dass sie einen Asylantrag zu stellen beabsichtigen. Aber ein Asylantrag wurde konkret nur von 1.314 Migranten gestellt. Die meisten Migranten kamen aus Pakistan (6.910), aus Iran (3.373), aus Syrien (2.529), aus Afghanistan (2.431), aus dem Irak (1.874) und aus Libyen (760)…“ Hier geht es zur Originalschlagzeile bzw. zum gesamten Originalzeitungsbericht: U BiH od početka godine stiglo više od 21 hiljade migranata!

Davor allein vom 01. 11. bis 05. 11. 2018 konnte man u. a. folgende Medienberichte tagtäglich lesen. An dieser Stelle und der besseren Leserlichkeit bzw. der besseren Übersichtlichkeit halber nur eine kleine Auflistung in einer ungefähren chronologischen Reihenfolge:

- SARAJEWO: Am Hauptbahnhof von Sarajewo kommt es in den letzten Monaten immer öfter zu Massenschlägereien von Migranten, die sich hier in einer immer größer werdenden Anzahl ansammeln (01. 11. 2018) - Tučnjava migranata na Željezničkoj stanici!

- VELIKA KLADUŠA: Keiner weiß, wie viele es Migranten ganz genau gibt. Der Hauptziel ist es, Ausbruch von Epidemien zu verhindern - Niko ne zna koliko je migranata, cilj spriječiti epidemiju!

- SARAJEVO: Keinem einzigen Migranten wurde bis dato Asyl zuerkannt. Bosnisch-Herzegowinisches Ministerium für Menschen Rechte und Flüchtlinge teilte mit, dass es keine Zuständigkeit über das Ankommen, konkrete Bewegungen, Unterbringungen, über Gesundheits-, und Sozialschutz vom Migranten hat, solange diese kein Asyl bzw. einen subsidiären Schutz erhalten haben. Für all dies ist laut diesem Ministerium konkret das Sicherheitsministerium bzw. die Staatsagentur für Arbeit mit Fremden bzw. die bosnisch-herzegowinische Grenzpolizei zuständig. Weiters wird hier ebenfalls mitgeteilt, dass seitens des Sicherheitsministeriums seit dem Beginn des großen Migrantenansturmes kein einziger Asylstatus zuerkannt wurde… - "Nijednom migrantu nije odobren izbjeglički status!"

- ZENICA: Statt in Kroatien landeten Migranten im zentralbosnischen Stadt Zenica! Dass die Migrantenkrise in Bosnien und Herzegowina außer Kontrolle schon längst geraten ist, bezeugt uns auch der nächste unglaubliche Fall in diesem Zusammenhang. Dieser ereignete sich schon am 29. Oktober. Als zwei illegale Migranten aus Syrien aus ihrem Versteck unter einem LKW-Anhänger auf dem Firmengelende der Firma "Arcelor Mittal" in der zentralbosnischen Stadt Zenica plötzlich auftauchten. Ursprünglich wollten sie nach Kroatien illegal einreisen! – SAZNAJEMO: Sirijci izašli ispod zadnjeg dijela prikolice kamiona Umjesto u Hrvatskoj, migranti završili u „Arcelor Mittalu“ u Zenici!

- IMOTSKI: Migranten stahlen einem Jungen aus Imotski seinen BMW und verließen diesen dann erst 430 KM weiter. „Ihr PKW wurde von drei syrischen und einem pakistanischen Staatsbürger gestohlen, wurde mir mitgeteilt. Geburtsjahrgänge 1999. und 2000. Das heißt 18 und 19 Jahre alt! Was für ein Schock! Das kann doch nicht wahr sein. Wie kann es sein, dass mir mitten in Imotski mein Auto seitens der Syrer und der Pakistani geklaut wird!“ Staunt der betroffene Junge. Aber im gleichen Atemzug sagt er gleich weiter: „Nun aber schieß mir gleich die Erinnerung durch den Kopf, dass ja auch erst vor wenigen Tagen ebenfalls in meinem Nachbardorf einem anderen Dorfbewohner ein Migrant versucht hat, sein PKW ebenfalls zu stellen! Ich gebe zu, dass ist nicht angenehm! Oder.“ sagt der Betroffene Junge. - Migranti mladom Imoćaninu ukrali BMW pa ga ostavili čak 430 km dalje!

- RIJEKA: Migranten brachen in 5 Wochenendhäuser ein! – Migranti provalili u pet kuća za odmor kod Rijeke!

- BOSANSKI BROD: Migranten versuchten, mit gefälschten spanischen Ausweisen über die Grenze nach Kroatien zu kommen. - Migranti pokušali izaći iz BiH s krivotvorenim ličnim kartama Španije.

- BIHAĆ: Migranten halten sich vor der Schule auf. Besorgte Eltern möchten aber, dass diese unter polizeiliche Beobachtung gestellt werden. Darüber hinaus der Elternrat der Volksschule „Harmani 1“ will überhaupt nicht, dass Migranten in der Nähe von Schulen bzw. von Schulinfrastruktur untergebracht werden! - Migranti borave pored škole, roditelji traže policijski nadzor!

- ČAPLJINA: Mehrere Migranten brachen in ein Einfamilienhaus mitten im Ortszentrum ein! Čaplina: Migranti provalili u obiteljsku kuću u središtu!

usw… usw… usw…

Denn das waren nur einige Schlagzeilen vom Anfang November des letzten Jahres. Angesichts aber so einer turbulenten, fast ganz unüberschaubaren und vor allem aber fast ganz unkontrollierten Situationsentwicklung, muss man sich in diesem Zusammenhang als pflicht-, verantwortungsbewusster - und vor allem aber als selbst ebenfalls davon betroffene (EU)Bürger zumindestens noch ein paar folgende Fragen stellen:

- Wie endete das letzte Jahr in diesem Zusammenhang?
- Wie schaut jetzt momentan die Situation vor Ort aus?*
- Was erwartet uns alle gemeinsam noch, sobald es draußen noch ein wenig schöner wird, sobald nämlich noch etwas schöneres, wärmeres Wetter kommt?

Denn die meisten von den sich derzeit auf dem Gebiet der sogenannten Balkanroute (noch!) befindlichen Migranten sagen selbst ganz offen, dass sie (ebenfalls!) weiter ziehen werden, sobald das Wetter schöner wird: Wir sind weg, sobald noch etwas wärmer wird!

*Siehe in diesem Zusammenhang die Bildbeschreibung oben!
Ebenfalls lesenswert:

„Wir, die Kommission, werden alles tun, dass den Worten Taten folgen. Ein Beispiel dafür sind die wöchentlichen Telefonkonferenzen mit den Ländern entlang der Westbalkan-Route, in denen es um die Koordinierung ganz konkreter Hilfen wie Heizungen oder Decken geht!”
- Jean-Claude Juncker, Präsident der Europäischen Kommission

Zitiert nach: Norbert Blum. Aufschrei – Wieder die erbarmungslose Geldgesellschaft. Ein Pamphlet. WESTEND Verlag GmbH. eBook Edition, Frankfurt/Main 2016. S. 126 – 127

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