Oberbank feierte Tag der deutschen Einheit

Von links: Johannes K. Haindl, Franz Gasselsberger, Kanade Joho-Weingartmann und Michael Weingartmann.
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  • Von links: Johannes K. Haindl, Franz Gasselsberger, Kanade Joho-Weingartmann und Michael Weingartmann.
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  • hochgeladen von Nina Meißl

Ungeachtet dunkler Wolken aus Nahost und Nordkorea zeigt Europas Wirtschafts- und Stimmungsbarometer deutlich nach oben. Generaldirektor Franz Gasselsberger stellte fest: "Bei der Oberbank spüren wir diesen Stimmungsaufschwung schon seit einem Jahr, weil die Investitionsneigung der Unternehmen auf breiter Front gestiegen ist." Er führte die anhaltend gute Entwicklung auch auf die Bundesrepublik als wichtigstem Außenhandelspartner zurück: "Im Windschatten unseres großen Nachbarn haben wir uns viele Jahre klar besser entwickelt als der europäische Durchschnitt."

Wert der wirtschaftlichen Verflochtenheit

Im anschließenden Talk unter Moderation von Christine Haiden erinnerten sich Stadträtin Karin Hörzing und Landeshauptmann Thomas Stelzer an den Mauerfall als Startschuss der deutschen Wiedervereinigung. Die Linzer Stadtpolitikerin meinte: "Die Befreiung vom Kalten Krieg und von Freiheitseinschränkungen muss als Schatz für die Zukunft bewahrt werden!" Thomas Stelzer betonte einmal mehr den Wert der wirtschaftlichen Verflochtenheit von Österreich und Deutschland: "30 Prozent unserer Exporte gehen nach Deutschland, aber zum Beispiel sind auch die Autohersteller der Bundesrepublik abhängig von der österreichischen Zulieferindustrie." Der deutsche Botschafter Johannes Haindl warnte vor politischen Tendenzen, sich nationalistisch abzuschotten. Nur solidarisches Denken und Handeln innerhalb der Europäischen Union sichere die Zukunft des Freihandels. "Ohne den Beitrag Österreichs – die Entfernung des Eisernen Vorhangs an der ungarischen Grenze – wäre die Wiedervereinigung unmöglich gelungen!", so Haindl.

Große Musikkunst

Wie es gelingt, mit großer Harmonie miteinander zu kommunizieren, bewies das Pianisten-Ehepaar Kanade und Michael Weingartmann. Die beiden entlockten ihren Instrumenten mit den "ungarischen Tänzen" von Brahms feurig tanzende Klänge, danach ließen sie eine Mozart-Sonate leichtfüßig von den Tasten ins Auditorium hüpfen. Mit Claude Debussys "Clair de Lune" trugen sie sich gegenseitig romantisch-verspielt auf Pianohänden. Der abschließende "Le Grand Tango" von Astor Piazzolla begann verhalten leidenschaftlich, sah sich in der Mitte gebändigt, nur um im Finale noch an Wildheit und Fülle zuzulegen. Große Musikkunst, die in den Ohren der Besucher auch noch beim Imbiss und Umtrunk in der Oberbank-Vinothek nachklang.

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