Theologie vom Fass
Theologie vom Fass mit Sr. Eva Schwingenschlögel

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Bei der zweiten Runde von Theologie vom Fass in diesem Semester am 20. November 2019 kam Schwester Eva Schwingenschlögel von der Gemeinschaft der Seligpreisungen zu Wort. Sie erzählte, wie sie in Salzburg gut behütet aufgewachsen war und in ihrer Jugend ein typisch weltliches Leben geführt hatte. Irgendwann aber war sie zu einem Punkt gekommen, wo sie keinen Sinn mehr in ihrem damaligen Leben finden konnte. Als sie so mit sich rang, sprach Gott zu ihr, indem er sie auf überraschenden Wegen über ein Einkehrwochenende in Frankreich schließlich in die Mission nach Peru führte. Dort fand Eva Schwingenschlögel ihre geistliche Berufung, die sie auch ihren entsetzten Eltern gegenüber verteidigte.Sie hatte den Glauben unter schwierigen Bedingungen zu verbreiten: regelmäßige Gewalt auf offener Straße, eine große Armut, Rassismus gegenüber nicht weißen Bevölkerungsschichten und  ihr selbst entgegenschlagender Hass. Die geographische Lage Perus machte den Schwestern das Leben nicht einfacher: während aufgrund der Landflucht mittlerweile über ein Drittel der Bevölkerung im Bereich der Hauptstadt Lima wohnt, leben immer noch viele Peruaner in sehr abgeschiedenen Gegenden- vom Amazonasgebiet bis zu den Anden. Sr. Eva unterschied in ihrem Vortrag aber klar zwischen Armut und Elend: Armut habe sie in Peru zwar viel gesehen, doch seien die armen Menschen trotzdem oft glücklich und zufrieden mit ihrem einfachen Leben. Elend hingegen, wo den Menschen das Nötigste zum Leben fehle, versuche man zu bekämpfen.Doch auch dabei sollten sich die Leute nicht einfach als Almosenempfänger fühlen, sondern man wolle ihnen ihre Würde belassen bzw. zurückgeben: deswegen vergebe die Gemeinschaft unter anderem Mikrokredite, um den Leuten zu helfen und ihnen gleichzeitig die Chance zu geben, etwas vom Empfangenen zurückzugeben. Viele hätten noch einen tiefen Glauben an Gott, sodass die geistliche Armut nicht so groß sei wie bei uns in Mitteleuropa.Auch zu dem kirchenpolitischen im Zusammenhang mit der eben zu Ende gegangenen Amazonassynode brisanten Thema des Priestermangels äußerte sich Sr. Eva: dieser sei aus ihrer Sicht nicht wie auf der Synode oft kolportiert auf mangelnde Berufungen zurückzuführen - in Lima etwa gebe es so viele Priesterberufungen, dass die jungen Priester oft auf andere Kontinente gingen. Das Problem sei vielmehr die finanzielle Versorgung der Priester auf dem Land, insbesondere eben im schwer zugänglichen Amazonasgebiet. Diese lebten vor allem von Messstipendien, was aber in spärlich besiedelten Gebieten wenig einträglich sei. Die indigenen Völker praktizierten zum Teil noch ihre Naturreligionen, in denen auch Menschenopfer Platz hätten. Unter anderem würden auch der auf der Synode aufgetauchten „Göttin“ Pachamama solche Opfer dargebracht. Weiters gebe es zahlreiche Freikirchen bis Sekten, die häufig aus Amerika finanziell unterstützt würden und ihre Mitglieder zunächst mit der Stillung der Grundbedürfnisse anlockten, dann jedoch immer mehr von ihnen fordern würden.Zuletzt ermahnte uns Sr. Eva, die Kraft des Gebetes nicht aus den Augen zu verlieren, und verabschiedete sich mit einem Ausblick auf die ihr nun bevorstehende Aufgabe in der weltweiten Leitung ihrer Gemeinschaft in Toulouse.

Das nächste Theologie vom Fass findet am 22.11.2020 im Josef/Linz statt. Diesmal wird die Salzburgerin Lisa Perwein zum Thema "Glück wo bist du? Kämpfe und Sehnsüchte einer jungen Frau" sprechen. Wir freuen uns auf dein Kommen!

Die Veranstaltungslinks findest du hier: 
https://www.meinbezirk.at/event/linz/c-sonstiges/lisa-perwein-glueck-wo-bist-du_e455841
 https://www.facebook.com/events/487486238637626/permalink/487486248637625/

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