Story der Woche
100 Tage Rauchverbot - das sagen die Linzer Wirte

Das Café von Antonio Valdes war früher ein beliebter Treffpunkt für Zigarrenraucher. Heute kommen auch andere Gäste.
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  • Das Café von Antonio Valdes war früher ein beliebter Treffpunkt für Zigarrenraucher. Heute kommen auch andere Gäste.
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Seit 100 Tagen darf in heimischen Lokalen nicht mehr geraucht werden. So geht es den Linzer Wirten damit.

LINZ. "Alles in allem ist die Umstellung weit weniger schlimm verlaufen, als befürchtet", fasst der oberösterreichische Wirtesprecher Thomas Stockinger die Situation zusammen. Seit 100 Tagen sind alle österreichischen Lokale endgültig qualmfrei. "Die Wirte halten sich an das Gesetz. Anzeigen sind mir keine bekannt", sagt Stockinger. Die Neuanmeldungen von Gastronomiegewerbe seien zwar leicht zurückgegangen, dies könne aber auch andere Gründe haben. Am einfachsten sei es den Restaurants gefallen: "Je speisenlastiger ein Lokal ist, desto weniger Probleme gab es."

Speiselokalen fiel die Umstellung leichter

Ähnlich sieht es auch Wolftrud Weglehner vom Gasthaus D'Wirtschaft in der Eduard-Süss-Straße. Mit Stichtag 31. Oktober wurden die Aschenbecher aus dem Raucherstüberl weggeräumt. "Kunden haben wir durch das Rauchverbot kaum verloren. Nur die Gäste, die in der Mittagspause nur schnell auf einen Kaffee und eine Zigarette vorbeigekommen sind, kommen nicht mehr." Am Abend habe sie überhaupt kein Problem. "Die Leute kommen zum Essen. Wer rauchen möchte, geht kurz vor die Tür", so Weglehner.

Viele Wirte sehen das Rauchverbot positiv

Positiv sieht das generelle Rauchverbot auch Jürgen Lonsing, Wirt der Dornacher Stub'n. "Von unseren Gästen aus gab es überhaupt keine Probleme. Ganz im Gegenteil", so Lonsing, "wir hatten früher im Extra-Raum den Raucherbereich eingerichtet. Das war manchmal unangenehm für geschlossene Gesellschaften, da der Rauchgeruch natürlich blieb". Etwas kritischer äußern sich Café- und Barbesitzer zur neuen Gesetzeslage.

Das Café von Antonio Valdes war früher ein beliebter Treffpunkt für Zigarrenraucher. Heute kommen auch andere Gäste.
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Cafés und Bars etwas stärker betroffen

Antonio Valdes, Inhaber des Café Valdes in der Herrenstraße, spürt die Auswirkungen deutlicher. Er versteht das Verbot in Speiselokalen. Für Bars und Cafés hätte er sich eine andere Lösung gewünscht. "Tagsüber haben wir schon etwas weniger Kunden. In mein Café kamen die Leute auch, gerade weil man hier rauchen konnte", so der gebürtige Kubaner. Abends sei das Lokal aber nach wie vor gut besucht. Es kommen neue Gäste, die die Bar wegen der verrauchten Atmosphäre vorher gemieden hätten.

Zigarren-Bar ist Geschichte

Eine spezielle Gästeschicht des Café Valdes ist durch das Rauchverbot jedoch komplett weggefallen: "Die passionierten Zigarrenraucher kommen natürlich gar nicht mehr", bedauert Valdes, "Das ist schon sehr schade, da es auch einen Teil der Kultur und des Flairs eines kubanischen Cafés ausgemacht hat." Aber auch er sieht Vorteile im Rauchverbot: "Die Luft ist natürlich viel besser geworden." Er freut sich aber schon auf die Gastgartensaison und hofft heuer ein paar Tische mehr aufstellen zu dürfen.

Das Café von Antonio Valdes war früher ein beliebter Treffpunkt für Zigarrenraucher. Heute kommen auch andere Gäste.
Seit 1. November 2019 gilt in ganz Österreich das generelle Rauchverbot in der Gastronomie.

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