120 Sekunden für große Geschäftsideen

Die beiden Oktav-Geschäftsführer Toni Luong (l.) und David Kitzmüller sind bei den "120 Sekunden" dabei.
  • Die beiden Oktav-Geschäftsführer Toni Luong (l.) und David Kitzmüller sind bei den "120 Sekunden" dabei.
  • Foto: Oktav
  • hochgeladen von Stefan Paul Miejski

Immer mehr Menschen haben die Motivation, aus ihren Ideen ein Geschäftsmodell zu entwickeln. Ganz besonders in Linz hat sich eine echte Start-up-Kultur etabliert. Dass diese für die wirtschaftliche Entwicklung einen enorm wichtigen Beitrag leistet, da sind sich die Vertreter der "120-Sekunden"-Partner, Landeshauptmann-Stellvertreter Michael Strugl, WKOÖ-Präsidentin Doris Hummer, Volksbank OÖ-Vorstand Andreas Pirkelbauer und Michael Nösslböck, Geschäftsführer der eccontis-Treuhand GmbH, einig. Ein Produkt auf den Markt zu bringen, ist aber nicht nur mit persönlichem Einsatz, sondern auch mit einem unternehmerischen Risiko verbunden. Hier sind Veranstaltungen wie die "120 Sekunden" die perfekte Möglichkeit, das eigene Geschäftsmodell einer fachkundigen Jury zu präsentieren. Gibt es von dieser das Ticket für das Halbfinale, ist das ein klares Zeichen, die eigene Idee weiterzuverfolgen. Diese Möglichkeit will heuer auch David Kitzmüller, Co-Gründer von Oktav, nutzen. Der Linzer hat eine Art Spotify für Noten entwickelt. "Wir wollen, dass die Leute mehr Spaß beim Musizieren haben. Oft ist es aber schwierig und teuer, an Noten zu kommen. Bei uns kann man sich für ein Monatsabo unbegrenzt Noten downloaden", sagt Kitzmüller. Um Musik geht es auch bei Markus Kaar. Der Linzer hat die Plattform "Musicbooking" entwickelt und will damit das Buchen von Live-Musik vereinfachen. „Die Suche und Buchung einer Band war bis dato ein schwieriges und zeitaufwendiges Unterfangen, das vorwiegend durch Mundpropaganda funktionierte. Diesen Prozess haben wir revolutioniert. Wir machen das Finden und Buchen der perfekten Livemusik genauso einfach wie die Buchung eines Hotelzimmers“, so Kaar. In eine ganz andere Richtung geht Jürgen Weiss von Sntry, der den Sturzhelm intelligent macht. Damit kann man beim Motorradfahren nicht nur Musik hören, telefonieren, Nachrichten schreiben oder mit einer 2K-Kamera filmen, sondern hat auch mehr Sicherheit. "Auf unsere Plattform werden Daten gespeichert, die zum Beispiel bei einem Rettungseinsatz überlebenswichtige Informationen an den Notarzt übermitteln", so Jürgen Weiss.

Es braucht immer ein Team

Eine Idee alleine reicht aber nicht aus, wie Markus Manz von tech2b weiß: "Einen guten Gründer macht ein zweiter Gründer aus. Gerne auch ein dritter. Es sollte sich auf alle Fälle ein Team finden." Die Erfindung selbst kann dann aus allen möglichen Bereichen sein, hier sind der Kreativität keine Grenzen gesetzt. "Es sollte aber etwas Neues sein, das auch umsetzbar ist", so Manz. Wenn das eigene Geschäftsmodell dann funktioniert, kann es mit dem Start-up-Traum sehr schnell gehen, wie die letztjährigen Teilnehmer "butleroy" (damals noch "myAlfred") zeigten. Sie haben vor Kurzem ein großes Investment empfangen. "Wenn ich ein gutes Team, eine gute Idee und einen Markt dafür habe, brauche ich mir um die Finanzierung keine Sorgen machen. Es gibt momentan genug Geld", so Manz. Aber am allerwichtigsten ist es zu beginnen. Die "120 Sekunden" sind dafür die perfekte Bühne.

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