Pilotprojekt von fit4internet
216 Senioren machten den "Smartphone-Führerschein"

Landeshauptmann Thomas Stelzer und Bundesministerin für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort Margarete Schramböck mit Teilnehmern des „Kaffee Digital“
  • Landeshauptmann Thomas Stelzer und Bundesministerin für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort Margarete Schramböck mit Teilnehmern des „Kaffee Digital“
  • Foto: Land OÖ/Grilnberger
  • hochgeladen von Lisa-Maria Langhofer

Um die Generation 60+ internetfit zu machen, initiierte das Bundesministerium für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort im November 2018 das Pilotprojekt "Smartphone-Führerschein". Nun liegen die ersten Ergebnisse samt Teilnehmer-Feedback vor.

OÖ. Das Projekt wurde vom Verein fit4internet in Kooperation mit dem Österreichischen Seniorenrat sowie Emporia, Education Group und MediaMarktSaturn durchgeführt.

"Wir wollen, dass Österreich fit4internet wird. Nicht jeder muss ein Native Speaker sein, aber jeder muss den digitalen Grundwortschatz beherrschen", sagt Digitalisierungsministerin Margarete Schramböck.

Ziel war es, der älteren Generation detailliertes Wissen zu Handhabung und Technologie sowie mehr Sicherheit im Umgang mit dem Smartphone zu vermitteln.

Von Grundfunktionen bis Sicherheit

216 Senioren besuchten im Rahmen des Projektes 18 Smartphone-Kurse, die in neun oberösterreichischen Bezirken stattfanden. In Kleingruppen und sechs Modulen wurden verschiedene Schwerpunkte behandelt und in praktischen Übungen gefestigt. Grundlagen, wichtige Funktionen, Internetnutzung und Google-Dienste sowie Whatsapp gehörten zu den besprochenen Themen. Ebenso gab es Tipps zur Sicherheit im Internet. Mit dem Abschluss des "Smartphone-Führerscheins" erreichten die Teilnehmer die Kompetenzstufe 3 bis 4 gemäß dem digitalen Kompetenzmodell für Österreich und können nun alltägliche digitale Aufgaben selbstständig und unabhängig lösen.

Feedback der Teilnehmer positiv

Die teilnehmenden Senioren bewerteten das Projekt überwiegend positiv, wie die Evaluierung zeigt. Zwei Drittel der Befragten gaben dem "Smartphone-Führerschein" die Note "Sehr gut", 65 Prozent fühlten sich "Gut", 20 Prozent "Sehr gut" für die digitalen Herausforderungen vorbereitet. Gelobt wurde außerdem die fachliche Kompetenz der Vortragenden und die Einbindung praktischer Übungsbeispiele. Mithilfe des Feedbacks der Befragten wurde das Projekt entsprechend angepasst und soll in weiterer Folge für rund 500 Personen, die sich bereits über die fit4internet-Hotline 0800 22 10 55 (immer Montag bis Freitag, jeweils 10 bis 14 Uhr) angemeldet haben, in weiteren Bundesländern ausgerollt werden.

Mit dem Abschluss des Führerscheins ist aber noch nicht das Ende der Fahnenstange erreicht. Um die erlernten Kompetenzen zu erhalten und zu erweitern, gibt es den "Kaffee Digital"-Stammtisch. Dort werden in regelmäßigen Treffen drängende Fragen geklärt und Hilfestellung angeboten. Freiwillige Trainer beraten die Senioren zu Alltagsthemen wie Handy-Signatur, elektronische Behördenwege, Online-Shopping, Ticket-Buchung und vieles mehr.

"Die Vorteile der Digitalisierung sind nicht nur für junge Leute da. Als Pilotland für die Schnupperkurse des 'Kaffee Digital' zeigen wir, wie wichtig uns das Thema Digitalisierung nicht nur für die Wettbewerbsfähigkeit unseres Standortes ist, sondern auch für die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben für die ältere Generation", sagt Landeshauptmann Thomas Stelzer.

Mehr Infos zu Stammtisch und Führerschein gibt es unter fit4internet.at

Online-Selbstcheck und Digitales Amt

Demnächst soll es einen Online-Selbstcheck geben, um sich selbst hinsichtlich der eigenen digitalen Alltagskompetenzen einzuschätzen und herauszufinden, wo noch eine Verbesserung möglich ist. Ganz neu herausgekommen ist die App "Digitales Amt", die den persönlichen Gang zum Amt in Zukunft ersetzen soll. Mit der App kann zum Beispiel eine Wahlkarte beantragt, der neue Wohnsitz gemeldet oder der Staatsbürgerschaftsnachweis für das Neugeborene angefordert werden. Als Ausweisersatz soll die App spätestens 2020 fungieren. Führerschein, E-Card und Co können dann einfach am Smartphone hergezeigt werden.

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