650 Millionen Euro sind in Linz vergraben

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140 Stufen geht es abwärts. Es ist laut, es ist erstaunlich hell und es ist erstaunlich menschenleer – hier beim Pumpwerk Donaudüker in Plesching. Die Anlage des Kanalisationssystems wurde im Jahr 2007 auf den aktuellsten Stand der Technik gebracht. Die Fernwartung erfolgt in der Zentrale der Linz AG. Mitarbeiter kommen einmal pro Woche für Reinigungs- und Routinearbeiten vorbei. Dann steht man unten. Der Donaudüker erstreckt sich 370 Meter vor einem. 15 Meter unter der Donau. Ein endlos langer Gang, der sich in der Ferne verliert. Von hier fließen sämtliche Abwässer in drei Rohrleitungen von 40 Gemeinden unter der Donau durch und dann weiter Richtung Kläranlage Asten.
Die Kanalisation in Linz ist dabei ein wahres Juwel und immens viel wert, weiß Martin Heindl, Leiter der Kanalplanung bei der Linz AG. „In Summe sind in Linz 650 Millionen Euro beim Kanalisationssytem unter der Erde vergraben. Alle öffentlichen Kanäle sind in Summe 570 Kilometer lang.“

Der Donaudüker, errichtet im Jahr 1978, ist dabei einer der drei Hauptsammelkanäle, die das Abwasser nach Asten führen. Der Weg 15 Meter unter dem Grund der Donau ist dabei spannend, etwas beengend. Zweifelsohne nichts für Menschen mit Klaustrophobie. Aber er zeigt wie wichtig es ist, dass auch die Kanalisation funktioniert und auch entsprechend gewartet wird. Heindl: „Wird ein Abwasserkanal 14 Tage lang nicht gereinigt, sinkt die Durchflussmenge um zehn Prozent.“ Und er appelliert an die Linzer: „Teilweise finden wir Sachen im Abwasser, die dort nichts verloren haben. Etwa Fotoapparate oder Plas­tikspielzeug.“ Und: „Feuchtes WC-Papier verstopft die Abwasserleitungen.“

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