Archivia Konferenz: Debatte über freien Zugang zu digitalen Archiven

Wie man digitale Archive privat nutzbar machen könnte, ist Thema der Archivia-Konferenz in Linz.
  • Wie man digitale Archive privat nutzbar machen könnte, ist Thema der Archivia-Konferenz in Linz.
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Der Verband Freier Radios Osterreich (VFRO) und Radio FRO pladieren in ihrem Beitrag zum Ars Electronica Festival fur die Offnung von digitalen Archiven, die in unserer Wissensgesellschaft fur eine globale Offentlichkeit zuganglich sein konnten. Derzeit verhindern das allerdings rechtliche Hurden.

Archivia stellt einen Aspekt der Digitalisierung in den Mittelpunkt, der in Debatten um den freien Zugang zu Information oft verloren geht: die Neudefinition der Rolle und Funktion von Medienarchiven.

Lange wurden Archive aufgrund beschrankter Zuganglichkeit vorwiegend von Journalisten und Wissenschaftlern im beruflichen Kontext genutzt. Das hat sich radikal verandert: Heute konnten digitale Medienarchive eine weltweit zugangliche Ressource sein. Doch obwohl die technischen Voraussetzungen fur eine solche Nutzung bestehen, hinkt die rechtliche Situation hinterher. Die allgemeine Rechtsunsicherheit erschwert die Bereitstellung von Archiven und den Zugang zu Information.

Tagungsplan:

Tag 1: Losungsmodelle / Politische Ansatze
Der erste Konferenztag fachert dieses Thema auf und stellt die Frage nach neuen Ansatzen. Die Okonomin Ruth Towse (Universitat von Bournemouth), der Mediensoziologe Manfred Faßler (Goethe Universitat Frankfurt) und ein Sprecher aus dem Bereich Rechtswissenschaften prasentieren ihre Perspektiven und stellen Losungsmodelle zur Diskussion. In der anschließenden Podiumsdiskussion werden politische Ansatze einer zufriedenstellenden Verwertungslosung fur offene nicht-kommerzielle Medienarchive diskutiert. Dabei wird auch der Frage nachgegangen, wie ein offentlicher Auftrag fur die digitale Archivierung des kulturellen Erbes formuliert sein konnte.

Tag 2: Workshops / Best Practices
Am zweiten Konferenztag werden Workshops zu Themen wie Creative Commons, den Visionen lebendiger Archive und dem Verhaltnis von UrheberInnen und ArchivbetreiberInnen angeboten. Archivprojekte wie die Audioarchive cba.fro.at und freie-radios.net prasentieren sich in Best-Practice- Sessions.

Archivia versammelt Meinungen und Positionen von BetreiberInnen osterreichischer und internationaler Archiv- und Netzprojekte, freier nichtkommerzieller und offentlich-rechtlicher Rundfunkstationen sowie AkteurInnen aus unterschiedlichsten Feldern von Kunst, Medien und wissenschaftlichen Disziplinen sowie der Politik. Die Konferenz hat zum Ziel, die Diskussion uber politische Rahmenbedingungen, die einer angemessenen und zeitgemaßen Nutzung und Verwertung des digitalen kulturellen Erbes Rechnung tragen, voranzutreiben.

Um Anmeldung zur Konferenz bis 26. August wird gebeten unter register@archivia.at

Der Eintritt ist frei!

Infos: www.archivia.at

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