Bauprojekt: Drei Türme in der Friedhofstraße auf dem Prüfstand

Das Projekt "Drei Türme 2.0" soll ein Treffpunkt im Stadtteil sein. Foto: Kneidinger/Stögmüller
  • Das Projekt "Drei Türme 2.0" soll ein Treffpunkt im Stadtteil sein. Foto: Kneidinger/Stögmüller
  • hochgeladen von Johannes Grüner

LINZ (red). Der Beirat für Stadtgestaltung begutachtete am Dienstag eine Wohnanlage der GWG mit 60 Wohnungen an der Wiener Straße 392 und das Hochhausensemble „Drei Türme 2.0” mit 170 Wohnungen, einem Hotel, Büros und Geschäften an der Friedhofstraße. Während das Projekt der GWG schon im nächsten Beirat Ende April erneut vorglegt wird, muss das Projekt in der Wienerstraße Bauplanänderungen vornehmen.

Stadtrat Markus Hein ist überzeugt, „dass eine urbane Lebendigkeit und Vielfalt an der Friedhofsstraße gemeinsam mit den Aktivitäten rund um den Lenaupark und die Grüne Mitte zur Lebensqualität in unserer Stadt beitragen werden.”

Projekt "Drei Türme 2.0"

Das Bauprojekt umfasst 170 Wohnungen, ein Hotel sowie einer zweigeschoßigen Tiefgarage mit 520 Parkplätzen. Für die Planung sind die Büros Kneidinger und Stögmüller verantwortlich. In der Mitte der Anlage soll ein neuer Platz mit Geschäften und Cafes entstehen. Bei der Variante „Drei Türme 2.0”, für die sich der Beirat entschieden hat, ist eine Geschäftsfläche von etwa 4.000 Quadratmetern geplant. Die Zufahrten zur Tiefgarage sollen an der Lenaustraße und an der Anzengruberstraße liegen. Die drei quadratischen Hochhäuser weisen unterschiedliche Höhen auf und entstehen aus einer eingeschoßigen Sockelzone als verbindendes Element, auf dem auch der Kinderspielplatz angelegt werden soll.

- Das erste Hochhaus an der Ecke Friedhofstraße / Lenaustraße erreicht eine Höhe von 90 Metern und verfügt über 29 Geschoße für ein Hotel und Büros.
- Das zweite Hochhaus an der Ecke Lenaustraße / Anzengruberstraße mit einer Höhe von 50 Metern und 15 Geschoßen ist ebenso als Wohnhaus vorgesehen wie das dritte Hochhaus mit 70 Metern Höhe und 21 Geschoßen.

Die Beiratsmitglieder empfehlen, auf den eingeschoßigen Sockel-„Appendix” nahe der bestehenden Tankstelle ebenso zu verzichten wie auf die Brücken zwischen den Hochhäusern. Neben einer einheitlichen Fassadengestaltung, die nicht auf die innere Nutzung des Gebäudes hinweist, soll ein realistisches Freiraumkonzept, besonders für die Sockelterrassen, entwickelt werden.

GWG-Projekt in der Wienerstraße

Die Wohnanlage der GWG an der Wiener Straße / Ecke Zeppelinstraße entstand nach einem Entwurf der Architekten DI Franz und Martin Kneidinger und erstreckt sich über ein verglastes Erdgeschoß mit möglichen Geschäfts-Flächen für eine Apotheke und eine Bäckereifiliale und sechs Obergeschoße. Die Größen der 60 Wohnungen bewegen sich zwischen 53 und 88 Quadratmeter. Geplant sind 12 Zwei-Zimmer-Wohnungen (53 m²), 37 Drei-Zimmer-Wohnungen (75,5 m²) und elf Vier-Zimmer-Wohnungen (88 m²). 60 Parkplätze werden in der bestehenden Tiefgarage reserviert mit der Ausfahrt an der Zeppelinstraße. Der Kinderspielplatz im grünen Innenhof wird auf einer Fläche von 770 Quadratmetern entstehen. Auf der Sockelterrasse im ersten Obergeschoß sollen Gärten angelegt werden.

Der Beirat kritisierte die Monotonie der Fassaden und ersuchte, die schmalen Fensterschlitze zu überdenken. Außerdem soll der Eingang am Eck des L-förmigen Gebäudes durch drei separate Eingänge ersetzt werden. Lob sprach der Beirat für die gelungenen Grundrisse der Wohnungen aus.

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