Verkehrssicherheit
Baustelle zwingt Schulkinder auf stark befahrene Straße

Am Wochenende sieht alles friedlich aus, wird gebaut, ist für die Schüler wenig Platz.
2Bilder
  • Am Wochenende sieht alles friedlich aus, wird gebaut, ist für die Schüler wenig Platz.
  • Foto: BRS/Diabl
  • hochgeladen von Christian Diabl

Die ohnehin verkehrsgeplagten Bewohner des Domviertels fürchten aktuell um die Sicherheit ihrer Kinder. Eine große Baustelle in der Stifterstraße zwingt die Schulkinder auf die stark befahrene Straße. Die Stadt hat zugesagt, die Situation zu prüfen.

LINZ. "Es muss wirklich dringend etwas verbessert werden hier im Viertel", sagt Michaela Riess. Sie ist Obfrau der Initiative Domviertel und setzt sich seit Jahren gemeinsam mit anderen Bewohnern für Verkehrsberuhigung ein. Die engen Gassen und Straßen des Domviertels leiden nämlich stark unter dem Durchzugs- und Ausweichverkehr. Das stört nicht nur die Anrainer, es ist mitunter auch gefährlich für die vielen Schüler, die auf den schmalen Gehsteigen unterwegs sind. Denn das Domviertel ist mit der Stifterschule und der Waldorfschule auch ein Schulviertel. Weitere Schulen, wie die Michael-Reitter-Schule und das Akademische Gymnasium sind in unmittelbarer Nähe.


Baustelle blockiert Schulweg

Eine Begegnungszone, Bäume oder zumindest deutlich sichtbare Bodenmarkierungen sollen nach Vorstellung der Initiative für etwas mehr Sicherheit und Ruhe sorgen. Doch die Lage scheint sich eher zu verschlechtern. So macht aktuell eine große Baustelle in der Stifterstraße den täglichen Schulweg zu einem Spießrutenlauf. Bei Baustellenbetrieb seien beide Gehwege blockiert und Passanten, darunter viele Schüler der Stifterschule, müssen auf die Fahrbahn ausweichen.


"Besorgniserregende Gefahrenquelle"

Die Initiative spricht in einem offenen Brief an Bürgermeister Klaus Luger (SPÖ) und Vizebürgermeister Markus Hein (FPÖ) von einer "besorgniserregenden Gefahrenquelle". Täglich müssten sich hier die Kinder am Schul- und Nachhauseweg und zu Stoßzeiten zwischen den Absperrungen durchkämpfen. "Mehrmals müssen sie dabei auf die stark befahrene und noch dazu schwer einsehbare Straße ausweichen, um an ihr Ziel zu kommen", so Riess. Zudem würden Autos teilweise einfach durchrasen. Die Initiative schlägt vor, zumindest eine Fahrspur zu sperren, solange die Baustelle in Betrieb ist. "Die Menschen wollen in diesem Viertel leben, arbeiten, wohnen und sicher zur Schule oder in den Kindergarten gehen. Ohne Angst haben zu müssen, von irgendeinem nervösen, zu schnell fahrenden, telefonierenden oder abgelenkten Autofahrer niedergefahren zu werden", so Riess.


Hunderte Unterschriften

Für die schon länger geforderten Maßnahmen zur Verkehrsberuhigung hat die Initiative trotz Corona bereits mehrere hundert Unterschriften gesammelt. Mittlerweile hat die Initiative auch eine Antwort auf den offenen Brief aus dem Büro von Vizebürgermeister Hein. Die Lage in der Stifterstraße werde gerade geprüft.

Am Wochenende sieht alles friedlich aus, wird gebaut, ist für die Schüler wenig Platz.
Oft verstellen Baufahrzeuge den Gehsteig.

Kommentare

?

Du möchtest kommentieren?

Du möchtest zur Diskussion beitragen? Melde Dich an, um Kommentare zu verfassen.

Regionaut werden!

Du willst eigene Beiträge veröffentlichen?
Werde Regionaut!

Regionaut werden!




Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

Du möchtest selbst beitragen?

Melde dich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Beitrag oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Foto des Tages einbetten

Abbrechen

Veranstaltung oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen