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Bluttat in Leopoldschlag

Hier ereignete sich vergangenen Montag der Mord an einem 63-jährigen Landwirt.
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Am Montagabend nahm die Polizei am Bulgariplatz in Linz einen flüchtigen Afghanen fest, der in Leopoldschlag einen Landwirt erstochen und einen Betreuer einer Asylunterkunft mit einem Messer attackiert haben soll.

FREISTADT. Nach der Messerattacke auf einen Asylbetreuer in einem Flüchtlingsheim am Montag in Wullowitz (Bezirk Freistadt) befindet sich das 32-jährige Opfer in "akuter Lebensgefahr". Das Motiv des mutmaßlichen Täters, eines 33-jährigen Afghanen, sei laut ersten Ermittlungen der Polizei "ein Streit um die Vermittlung eines Arbeitsplatzes" mit dem Flüchtlingsheimbetreuer gewesen. Ein weiteres Opfer überlebte nicht. Dabei handelt es sich um einen 63-jährigen Landwirt.

Aktueller Stand der Ermittlungen

In einer aktuellen Pressekonferenz informierten Landespolizeidirektor Andreas Pilsl, Gottfried Mitterlehner, Leiter des Landeskriminalamtes und Staatsanwalt Philip Christl über den aktuellen Stand der Ermittlungen in dem Mordfall:
Am vergangenen Montag sei eine Anzeige bei der Polizei wegen einem Streit in einer Asylunterkunft in Wullowitz eingegangen. "Der mutmaßliche Täter versuchte mit einem Messer auf den Betreuer des Flüchtlingsheims loszugehen, wurde aber von anderen Asylwerbern davon abgehalten. Er schaffte es jedoch, sich loszureißen und stach seinem Opfer mit einem Messer in die Brust", sagt Gottfried Mitterlehner, Leiter des Landeskriminalamtes. Dabei seien drei weitere Personen verletzt worden.

Rasche Festnahme durch Zeugenaussagen

Nach der Tat sei der Afghane mit einem Fahrrad geflüchtet. Anschließend habe der 33-Jährige einen 63-jährigen Landwirt ermordet, der in der Nähe des Flüchtlingsheimes lebte, und dessen Auto gestohlen. Nach einer groß angelegten Polizeifahndung mit Polizeihubschrauber, Diensthunden sowie Einheiten des Landeskriminalamtes (LKA) konnte der mutmaßliche Täter im gestohlenen Auto am Linzer Bulgariplatz festgenommen werden. Laut Landespolizeidirektor Pilsl hätten zwei Zeugenaussagen zur raschen Festnahme geführt.

Klappmesser als Tatwaffe

Am Nachmittag soll der Afghane mit einem Dolmetscher zur Tat befragt werden. Ein Klappmesser soll laut derzeitigem Ermittlungsstand für beide Opfer als Tatwaffe infrage kommen. Beim ersten Opfer ginge die Polizei derzeit von versuchtem Mord aus. Beim zweiten Opfer werde wegen Mord oder Raubmord ermittelt. Die Asylunterkunft soll geschlossen werden.

Zwei Anzeigen bekannt

Bisher habe es zwei Anzeigen gegen den Beschuldigten gegeben: "Eine Anzeige war ein Streit in einer Volkshochschule wegen des Alkoholverbots für Moslems. Dabei zog sich der Beschuldigte einen Beinbruch zu, sein Kontrahent wurde leicht verletzt. Bei der zweiten ging es um eine Sachbeschädigung eines Fahrschulautos", so Philip Christl von der Staatsanwaltschaft Linz. In beiden Fällen habe aber keine konkrete Gefahr bestanden. Außerdem sei der Afghane aufgefallen, weil er aus dem Koran vorgelesen haben soll. Er sei aber nicht radikalisiert, sondern streng gläubig.

Autor:

Carina Köck aus Linz

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