Solidaritätspreis
Das sind die Soli-Preisträger aus Linz

Linda Greuter (2.v.r.) mit Landeshauptmann Thomas Stelzer (links), Sozial-Landesrätin Birgit Gerstorfer und Bischof Manfred Scheuer (rechts).
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  • Linda Greuter (2.v.r.) mit Landeshauptmann Thomas Stelzer (links), Sozial-Landesrätin Birgit Gerstorfer und Bischof Manfred Scheuer (rechts).
  • Foto: KiZ/Litzlbauer
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Für beispielhaftes solidarisches Wirken wurden drei Linzer Projekte von der Kirchenzeitung geehrt.

LINZ. Am 14. Mai wurden im Linzer Landhaus die 26. Solidaritätspreise der KirchenZeitung Diözese Linz vergeben, unterstützt vom Land OÖ. Die Preise wurden von Landeshauptmann Thomas Stelzer, Soziallandesrätin Birgit Gerstorfer und Bischof Manfred Scheuer überreicht. Stelzer in seiner Rede: 

"Der wirtschaftliche Erfolg in Oberösterreich soll mit dem Sozialen Hand in Hand gehen", so Stelzer.

 Mahnende Worte kamen von Gerstorfer:

"Ich nehme jedoch wahr, dass die Solidarität gegenüber bestimmten Gruppen abnimmt", so Gerstorfer.  

"Der Rechtsstaat wackelt"

Unter den insgesamt acht Preisträgern für beispielhaftes solidarisches Wirken, waren auch drei Linzer Projekte. Linda Greuter wurde für ihre Arbeit beim Linzer Verein "Helping Hands" ausgezeichnet. Seit Jahren bietet sie kostenlose Rechtsberatung für Asylwerbende an und ist für Menschen da, die Schlimmes erlebt haben. Der Politik gegenüber ist sie kritisch: "Der Rechtsstaat wackelt, Sie geben mir einen Preis und die restliche Rechtsberatung wird gleichzeitig zu Tode gekürzt", sagt sie bei der Preisverleihung.

Theaterprojekt geehrt

Ebenfalls für geflüchtete Menschen setzt sich der Verein Zu-Flucht ein. Damit sich anerkannte Flüchtlinge ein Leben aufbauen können, vergibt er Mikrodarlehen, die durch Benefizveranstaltungen finanziert werden. Mit einem Kost-Nix-Laden und einem Sprachcafé trägt er zu einem guten Zusammenleben bei. Ausgezeichnet wurde auch das Theo-Prax-Team des Khevenhüller-Gymnasiums Linz für ein Theaterprojekt über Demenz. Die Erlöse eines Benefizabends spendeten die Schüler der Caritas-"Elisabethstub'n" in Linz.

"Da kann ich nicht wegschauen"

Der Bischof nannte die Preisträger "Hoffnungsträger", die Menschen in einer manchmal dunklen und schweren Zeit beistehen.
"Solidarität geschieht ohne Kalkül, sie ist keine Strategie, sondern eine innere Stimmigkeit und das Empfinden: 'Da kann ich nicht wegschauen'", so Scheuer.

Autor:

Christian Diabl aus Linz

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