Neu Studie
Der typische Vandale wird nicht erwischt

Für die einen ist es Kunst, für die anderen Sachbeschädigung: Ein Garaffiti, hier in At-Urfahr.
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  • Für die einen ist es Kunst, für die anderen Sachbeschädigung: Ein Garaffiti, hier in At-Urfahr.
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  • hochgeladen von Christian Diabl

Eine neue Studie zeigt, dass Vandalismus unter Jugendlichen keine Seltenheit ist. Vor allem öffentliches Eigentum ist betroffen. Einfache Lösungen gibt es keine.

LINZ. Vandalismus ist eine der häufigsten Erscheinungen der Jugendkriminalität. Die Johannes Kepler Universität Linz (JKU) hat das Phänomen nun zum ersten Mal für Linz untersucht. 1.100 Schüler im Alter von 13 bis 15 Jahren wurden dafür befragt. Gut ein Fünftel von ihnen gab an, in den vergangenen zwölf Monaten zumindest einmal absichtlich fremdes Eigentum verunstaltet, beschädigt oder zerstört zu haben – etwa durch Schmierereien oder Zerkratzen.

Langeweile, Wut und Ärger

Die wichtigsten Motive sind Langeweile, Wut und Ärger. Eine große Rolle spielt die Gruppe, denn junge Menschen neigen eher zu vandalischen Akten, wenn Gleichaltrige das ebenfalls tun. Besonders betroffen ist die Schule, denn öffentliches Eigentum wird häufiger beschädigt als Privateigentum. Der Bildungsgrad der Eltern oder Migrationshintergrund spielen keine Rolle.

Finanziert wurde die Studie von der Linz AG und der Stadt Linz.

„Die Stadt Linz unterstützte diese Studie, weil jeder Euro, der in Prävention investiert wird, die Folgekosten durch Zerstörungsakte minimiert“, sagt Bürgermeister Klaus Luger.

Höhere Strafen bringen nichts

Die befragten Schüler gehen davon aus, dass Vandalen deutlich öfter erwischt und bestraft werden, als das in Wirklichkeit der Fall ist. Eine Erhöhung der Strafen würde laut den Studienautoren demnach nichts bringen. Überhaupt gebe es kein Patentrezept. Ähnlich sieht das Bürgermeister Klaus Luger: "Vandalismusfreie Jugend wird es nicht geben. Wichtig ist, dass man kontinuierlich handelt, damit es nicht eskaliert." Eine Idee ist, das Schulsanierungsprogramm unter echter Beteiligung der Schüler umzusetzen. "Wenn die Schüler mitgestalten können, ist die Identifikation höher", so Luger.

Für die einen ist es Kunst, für die anderen Sachbeschädigung: Ein Garaffiti, hier in At-Urfahr.
Graffiti in Alt-Urfahr.

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