Die Linzer werfen die Angel aus

Anglerglück in der Linzer City, etwa am Voestgelände.
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  • Anglerglück in der Linzer City, etwa am Voestgelände.
  • Foto: Winfried Flohner
  • hochgeladen von Nina Meißl

Mitten in Linz werfen immer mehr Fischer ihre Angel aus. Einer der Hotspots befindet sich gleich unter der Nibelungenbrücke. "Im Wasser sind noch die Fundamente des sogenannten ,Linzer Auges’ sowie eine kleine Bucht. Hier halten sich die Fische gerne auf", erklärt Andreas Zachbauer. Der 34-Jährige ist Mitglied im Shimano Austria Fishing Team und betreut im Internet unter anderem Österreichs größtes Online-Forum für Angler (www.angelforum.at). Seinem Hobby geht er auch gerne mitten in der Stadt nach: "Die Donau ist recht gerade, mit nur wenig Buchten, Schotterbänken oder Strömungsschatten, aber die Gewässer sind sehr gut. Die Fische haben sich an die Bedingungen und den Lärm angepasst." Weitere beliebte Anglertreffpunkte sind das Steinmetzplatzl, das Zaubertal und das Hafengebiet.

Glücklicher Fang

Zwar sind die Stadtgewässer oft nicht so ergiebig, aber wer genug Geduld aufbringt, kann mit etwas Glück auch in der Donau oder im Pichlinger See einen Wels mit 2,50 Metern und 100 Kilo oder im Pleschinger See einen Karpfen mit bis zu 35 Kilo erwischen, so Zachbauer. Der Experte selbst hatte in der Donau bereits einen extrem seltenen Fisch an der Angel: "Einen Huchen mit 1,23 Meter und mehr als 20 Kilo. Der Fang wurde sogar auf World Fishing Records angeführt, weil es sich um den seit mehr als 100 Jahren größten dokumentierten Huchen-Fang gehandelt hat."

Fischen ist im Trend

Sein verstaubtes Image hat das Fischen längst abgelegt. Auch immer mehr Junge greifen zur Angel. "Viele wollen naturverbundener leben und draußen etwas Sinnvolles tun." Dazu beigetragen hat auch der Trend zum Street Fishing, wofür etwa eigene Anglerlinien entwickelt wurden. "Viele gehen ihrem Hobby nicht mehr sitzend nach sondern sind von einem Spot zum nächsten unterwegs. Da kann das Angeln sogar sportliche Ausmaße annehmen. Ein Muskelkater vom dauernden Angel-Auswerfen ist da gar nicht so selten", so Zachbauer. Der 34-Jährige selbst ist seit 27 Jahren leidenschaftlicher Angler. "Als Kind ging es nur darum, einen Fisch zu fangen. Später wurden das Naturerlebnis, der Ausgleich zum Beruf und auch der Naturschutz immer wichtiger."

Fischer als Naturschützer

Der Angel-Experte ist heuer auch in der Jury des "Philyra", des Naturschutzpreises des Landes OÖ. Zachbauer will sich für Projekte einsetzen, die Aufmerksamkeit und Bewusstsein für den Gewässer- und Fisch-Schutz schaffen. "Fische sind nicht so süß wie Pandabären und haben daher keine große Lobby. Da sind die vielen Angler umso wichtiger. Sie setzen sich etwa stark dafür ein, dass Gewässer nicht weiter verbaut werden. Die meisten wissen gar nicht, welch große Rolle der Naturschutz beim Fischen spielt."

Gut informieren

Was die Ausrüstung betrifft, empfiehlt Zachbauer Neulingen, sich an Experten zu wenden, bevor man gleich Geld investiert. "Das Fischen vereint viele Sportarten in einer – vom Fliegen- bis zum Raubfischen. Für jedes Revier gibt es das passende Equipment. Man sollte sich gut informieren, was in dem jeweiligen Gewässer in puncto Fischfang überhaupt möglich ist." So bietet Zachbauer etwa eigene Touren an, in denen er Interessierten das Hobby Angeln näherbringt und sein Wissen zum jeweiligen Gewässer und der nötigen Ausrüstung teilt.

Mehr Infos finden Sie auf
www.guided-fishing.com
www.angelforum.at
www.fischradar.com
Naturschutzpreis Philyra

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Autor:

Nina Meißl aus Rohrbach

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