"Ein Alkoholverbot löst keine Probleme"

"Wir lassen uns den Südbahnhofmarkt nicht ruinieren", sagt Vizebürgermeister Bernhard Baier (ÖVP). Grund für die Aufregung: Seit dem Alkoholverbot im Hessenpark hat sich ein Teil der Szene auf den Südbahnhofmarkt verlagert. Vor allem der dortige Spielplatz dient als neuer Treffpunkt. Bei den Marktstandlern und Anwohnern sorgt das für Unbehagen. Die Politik scheint aber dazugelernt zu haben, denn zum üblichen Ruf nach neuen Verboten gesellt sich auch die Forderung nach verstärkten Sozialmaßnahmen. Für Baier ist es klar, dass "das Alkoholverbot kein Problemlöser ist". Baier weiter: "Die Lösung kann nur in der Sozialarbeit und Prävention liegen." Ähnlich sieht das FPÖ-Vizebürgermeister Detlef Wimmer. Verbote am Südbahnhofmarkt würden wieder zu Verdrängung führen. Wimmer fordert daher eine generelle "Hausordnung" für öffentliche Plätze und Parks. "Wer Hilfe braucht, dem stehen verschiedenste Einrichtungen offen." Jedoch: "Zur Behandlung zwingen können wir niemanden – zur Einhaltung von Regeln des Miteinanders sehr wohl.“

Strategie von Stadt und Land fehlt

Für die Grünen zeigt die Diskussion, dass es "eine fundierte Strategie abseits von Verboten und Verdrängung" brauche. "Leider sperren sich SPÖ und FPÖ bis heute gegen eine umfassende, gemeinsame Drogen-Präventionstrategie von Stadt und Land. Die Entwicklungen rund um den Südbahnhofmarkt zeigen aber erneut, dass wir genau so eine Strategie brauchen“, sagt die grüne Sozialsprecherin Marie-Edwige Hartig.

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