Ein Arzt ohne Grenzen

Bernhard Benka ist in den Krisengebieten der Welt unterwegs. Für den Linzer Arzt ist das eine Berufung.
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LINZ (ah). Schon während seines Medizinstudiums engagierte sich Bernhard Benka im Ausland. So führten ihn seine Praktika nach Uganda, Brasilien und Nepal. Benka: „Wenn man sieht, dass in einem Spital die Plastikhandschuhe nach einer Behandlung nicht weggeworfen, sondern wieder gewaschen werden, sind das Erfahrungen, die man nie vergisst.“
Nach dem Studium und der Ausbildung zum Allgemeinmediziner ging es für Ärzte ohne Grenzen zunächst nach Kenia. „Den ersten Einsatz hat man normalerweise nicht in einem akuten Krisengebiet“, erklärt der Mediziner. In Kenia beschäftigte sich Benka hauptsächlich mit der Behandlung von Leishmaniose, einer durch Sandmücken übertragbaren Infektionskrankheit, die ohne entsprechende Behandlung oft tödlich endet.
Nach der Zeit in Afrika war Südamerika das nächste Einsatzgebiet. In Kolumbien galt es, entlegene Gebiete medizinisch zu versorgen. Die mangelnde Infrastruktur war jedoch nicht die einzige Schwierigkeit, mit der Benka und sein Team zu kämpfen hatten. „In Kolumbien herrscht in vielen Regionen Ausnahmezustand. Bevor man die Patienten behandeln kann, gilt es, mit bewaffneten Gruppen zu verhandeln und der Bevölkerung zu erklären, dass man sich gegen jeden neutral verhält“, erklärt Benka. Diese Neutralität ist bei Ärzte ohne Grenzen besonders wichtig. Benka: „Wenn jemand ohne Waffen und ohne Uniform zu uns kommt, dann wird er von uns behandelt.“
Seinen nächsten Einsatz wird der Mediziner an der Grenze von Mexiko und Guatemala absolvieren. Das Grenzgebiet steht bei Flüchtlingen, die über Mexiko in die USA einreisen möchten, hoch im Kurs. „In dieser Region blüht der Menschenschmuggel“, berichtet Benka. Als Leiter des medizinischen Teams wird der Linzer zwar in erster Linie Koordinationsarbeiten zu erledigen haben, doch auch weiterhin Patienten vor Ort behandeln. Benka: „Ich erwarte, dass viele traumatisierte Flüchtlinge, etwa nach Vergewaltigungen, notwendige psychologische Hilfe benötigen werden.
Daneben wird es nötig sein, die Menschen mit Medikamenten zu versorgen und in Notfällen Amputationen durchzuführen.“ Nach seiner Zeit bei Ärzte ohne Grenzen möchte Benka weiterhin im humanitären Bereich tätig sein: „Eine Tätigkeit bei der UNO oder anderen internationalen Organisationen würde sicher besonders reizvoll sein.“
Die 1971 gegründete international tätige Organisation arbeitet unabhängig, unparteiisch und – abhängig von der konkreten Einsatzsituation –
so neutral wie möglich. In Österreich ist Ärzte ohne Grenzen als Verein organisiert und trägt auch das Österreichische Spendengütesie-gel. Damit sind Spenden von der Einkommens- und Lohnsteuer absetzbar. Zurzeit sind Ärzte ohne Grenzen in etwa 60 Krisengebieten auf der Welt tätig.
Informationen
unter: www.aerzte-ohne-grenzen.at


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