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Eine Brücke nach Kenia

Der Linzer Verein "Daraja" unterstützt HIV-positive Menschen in Kenia – vier Linzer Studentinnen haben vor Ort im Februar ein Praktikum absolviert und berichten von ihren Erfahrungen.
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Vier Praktikantinnen berichten über ihre Erfahrungen beim EZA-Projekt "Mt. Zion" in Kenia.

LINZ. "Es scheint, als ob die Stadt nie zur Ruhe kommt. Laute Musik fast die ganze Nacht hindurch, Transitverkehr wegen der Lage an der Mombasa Road" – und auch Elefanten oder Giraffen kommen bei der Wassersuche nah an die Stadt heran. So schildern Verena Grünberger (29), Carina Traxler (33), Lisa Resch (25) und Lisa Maria Plattner (22) die Eindrücke ihres ersten Kenia-Aufenthalts. Die vier Linzer Studentinnen absolvieren über den Linzer Verein "Daraja" ein Praktikum in der kenianischen Kleinstadt Emali. In einer der ärmsten Regionen Kenias haben es HIV-positive Frauen schwer. Sie werden von Familie oder ihrem Umfeld ausgegrenzt, verlieren oft ihren Arbeitsplatz.

Seit 13 Jahren im Einsatz

2007 riefen Studierende des Studiengangs Soziale Arbeit an der Fachhochschule Oberösterreich (FH OÖ) den Verein Daraja ins Leben. Damals wie heute mit dem Ziel, eine Brücke zwischen Linz und Kenia zu schlagen. „Daraja“, das bedeutet in der Sprache Kisuaheli "Brücke".
Der Verein hilft HIV-positiven Menschen mit Schulungen oder der Vergabe von Mikrokrediten aus der Armut. Damit das über eine Distanz von rund 9.000 Kilometern auch funktioniert, hat sich der Verein mit der lokalen Organisation "Mt. Zion" Unterstützung vor Ort gesucht.
"Die Menschen in Emali sind sehr zuvorkommend, freundlich – stellen uns immer wieder neugierige Fragen über Österreich". Während ihres Aufenthalts seien sie zeitweise die einzigen "Weißen" in der 10.000-Einwohner-Stadt. Bei den Schulbesuchen trafen viele Kinder zum ersten Mal auf eine weiße Person und gingen ganz neugierig auf die vier Frauen zu. Die Menschen in Kenia begegneten den Oberösterreicherinnen mit viel Gastfreundschaft: "Wir hatten viel mit der Volksgruppe der Massai zu tun. Sie ist eine von mehr als 40 Bevölkerungsgruppen in Kenia und lebt sehr traditionell. Wir wurden herzlich aufgenommen und reichlich bekocht."

Unterwegs am Motorrad

Mit den Spendengeldern von Daraja werden auch betroffene Kinder unterstützt. Einige davon besuchten die Studentinnen im Land der Massai – nach einer spektakulären Motorradfahrt. "Es gibt kaum asphaltierte Straßen, deshalb fahren die Leute hier oft mit Motorrädern. Selbst große Gegenstände wie zum Beispiel Sofas werden mit den Mopeds transportiert", erzählen die vier Frauen. Mehr Infos zu Daraja oder Mt. Zion finden Sie auf daraja.at

Der Linzer Verein "Daraja" unterstützt HIV-positive Menschen in Kenia – vier Linzer Studentinnen haben vor Ort im Februar ein Praktikum absolviert und berichten von ihren Erfahrungen.
Der Verein "Daraja" unterstützt Schulkinder in Kenia.
Autor:

Andreas Baumgartner aus Linz

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